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Der Angeklagte im Dezember 2014 vor Gericht. Er hat mit überhöhter Geschwindigkeit eine 18-jährige Inline-Skaterin angefahren und tödlich verletzt.

Horror-Unfall

Raser tötet Inline-Skaterin: Prozess geht wohl in nächste Instanz

Nürnberg - Mit Tempo 150 erfasste ein Raser eine 18-jährige Inline-Skaterin - sie starb noch an der Unfallstelle. Der Mann wurde zunächst zu fast vier Jahren Haft verurteilt. Nun soll der Prozess in die nächste Instanz gehen.

Der Prozess um einen tödlichen Raser-Unfall auf einer alten NS-Aufmarschstrecke in Nürnberg geht wohl in die nächste Instanz. Sowohl Anklage als auch Verteidigung hätten Rechtsmittel gegen das Urteil des Amtsgerichts von Mitte Dezember eingelegt, sagte ein Justizsprecher am Dienstag. Ein Verhandlungstermin vor dem Landgericht stehe aber noch nicht fest.

Weil er im Sommer 2014 eine Inline-Skaterin auf der Großen Straße angefahren und getötet hatte, hatte das Amtsgericht einen 27-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Berufungskammer könne höchstens vier Jahre Haft verhängen, sagte der Sprecher. „Da wird sich nicht mehr viel verschieben zulasten des Angeklagten.“

Die Verteidigung des 27-Jährigen hatte bereits kurz nach dem Urteil angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Ihrer Ansicht nach ist die Strafe zu hoch, sie hielt drei Jahre und einen Monat Haft für angemessen. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und elf Monate Haft gefordert.

Der betrunkene Mann war im vergangenen Juni mit einem fast 300 PS starken Wagen mehrmals die Große Straße rauf und runter gefahren - zeitweise mit knapp 130 Stundenkilometern. Der Wagen erfasste die 18 Jahre alte Skaterin, die mit ihrer Schwester die Straße überqueren wollte. Die junge Frau wurde rund 70 Meter durch die Luft geschleudert und starb noch an der Unfallstelle. Als Konsequenz aus dem Unfall wurde auf der Großen Straße - einem Teil des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes - eine Tempo-30-Zone eingerichtet. dpa/lby

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