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Können sich nicht so gut riechen: Franz Bergmüller (l.) und Sebastian Frankenberger.

Rauchverbot in Fußballstadien?

München – Das Duell geht in die nächste Runde: Sebastian Frankenberger gegen Franz Bergmüller. Nichtraucherschützer gegen den Chef des Vereins zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK).

Frankenberger hat ein neues Ziel verkündet: In Bayerns Fußballstadien solle ein striktes Rauchverbot gelten, sagte der ÖDP-Bundesvorsitzende kürzlich. Darüber wolle er demnächst auch mal mit Uli Hoeneß sprechen.

In einer Pressemitteilung des VEBWK antwortet Bergmüller jetzt auf den Vorstoß. Er wirft Frankenberger „Selbstüberschätzung“ und „eine mehr und mehr erkennbare Verirrung“ vor. Der Wirt aus Feldkirchen-Westerham verweist auf ein Zitat des ÖDP-Politikers („Ich bin prinzipiell jemand, der sagt, an der frischen Luft braucht man kein Rauchverbot“). Mit seiner Forderung nach rauchfreien Stadien würde er sich nun selbst widersprechen. Der Passauer müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, unglaubwürdig zu werden.

Auch das Rauchverbot auf staatlichen Ausflugsschiffen ist dem VEBWK ein Dorn im Auge. Bayern läuft Gefahr, in ein „fatales Abseits“ zu geraten, heißt es in der Pressemitteilung. „Als Touristenland sollte man tragfähige Kompromisse gestatten und auf Rechthaberei von Extrem-Forderern verzichten.“ Dem gesunden Menschenverstand sei es zu verdanken, „dass leben und leben lassen eine praktikable Bedeutung besitzt“. Unterstützung bekommt Bergmüller von Tobias Thalhammer, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion. „Das absolute Freiluft-Rauchverbot auf staatlichen Ausflugsdampfern in Bayern ist unsinnig“, sagt er. Söders Anordnung zeige, wohin die Reise gehen solle. „Das Rauchverbot in Fußballstadien oder in Biergärten ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.

mm

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