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Die schönene Tage sind vorbei. Holen Sie schon mal die Gummistiefel raus! Am Wochenende wird es in Süddeutschland umgemütlich. Zum Regen kommen Wind und kühle Temperaturen dazu.

Rauer Herbst: Die goldenen Tage sind gezählt

München - Das klingt ungemütlich: Regen für das ganze Wochenende – die Schneefallgrenze sinkt auf 800 Meter – Bodenfrost. War‘s das mit dem goldenen Herbst? Vorerst ja. Aber man kann nie wissen.

Es wäre zu schön gewesen. Dieser Herbst, er war bis jetzt wirklich golden. Die bunten Blätter leuchteten in den vergangenen Wochen vor dem blauen, wolkenlosen Himmel besonders kräftig, die Sonne schickte überraschend milde Strahlen zu uns. Diese Nebelschwaden in den frühen Morgenstunden hielt man gut aus – wusste man doch, spätestens am Mittag hat die Sonne sie vertrieben. Doch der Herbst, er kann auch anders. Und das zeigt er uns schon an diesem Wochenende. Das ungemütliche Wort „Schneefallgrenze“ spielt dabei eine große Rolle.

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert eine „nachhaltige Änderung der Großwetterlage vom goldenen Oktober hin zu wechselhaftem und teils nasskaltem Herbstwetter“. Der Hochdruckschwerpunkt hat sich bereits am vergangenen Wochenende zum Nordatlantik verlagert, aus Westrussland kommt seit Tagen kühlere Luft zu uns. Dem Hoch macht ein Randtief über der Ostsee am Wochenende endgültig den Garaus. Und das sieht für Oberbayern so aus: Von Norden her beginnt es schon am Freitag kräftig zu regnen. Das wird sich am Samstag noch verstärken – dann nämlich bläst uns zusätzlich kalte Polarluft um die Ohren. Weil es also richtig frisch wird (tagsüber Temperaturen deutlich unter zehn Grad), könnte aus dem Regen stellenweise durchaus Schnee werden. Die Schneefallgrenze in den Alpen zum Beispiel sinkt am Samstag nach den Vorhersagen des DWD auf 800 Meter, sogar vor Glättegefahr wird gewarnt. Am Sonntag sieht es wenig anders aus. Es regnet, regnet und regnet. Weil der Wind zudem kräftig wehen soll, wird’s ungemütlich. In der Nacht zum Montag steigt zwar die Schneefallgrenze wieder etwas an, am Alpenrand müssen wir aber mit Temperaturen unter minus drei Grad rechnen.

Das klingt nach einer Stippvisite des Winters

Das klingt nach einer Stippvisite des Winters! Noch nicht ganz, sagt Wetterexperte Georg Haas von Meteomedia. Für Montag und Dienstag kündigt sich ein kurzes Zwischenhoch an. Zumindest bleibt es dann trocken. Er warnt aber: Je klarer die Nächte und je schöner die Sterne funkeln, desto größer die Gefahr, dass der Boden friert. Und am Mittwoch kommt das nächste Tief, das noch kältere Luft nach Süddeutschland bringt als am bevorstehenden Wochenende.

Wolfgang Kiefl vom gleichnamigen Gartencenter in Gauting (Kreis Starnberg) rät daher, alle Sommerblüher, Kübelpflanzen und mediterranen Gewächse wie Zitronenbäume von draußen herein zu holen – zumindest die, die nächstes Jahr wieder blühen sollen. Ideal für den Winterschlaf der Pflanzen, so Kiefl, sind trockene, kühle, helle Plätze. „Für richtigen Winterschutz von winterharten Pflanzen ist es aber noch zu früh“, sagt Kiefl. Übrigens ist es ebenfalls noch zu früh, den goldenen Herbst schon ganz aufzugeben. „Eine Föhnlage genügt, und wir haben Temperaturen von 20 Grad“, sagt Haas. So ist das im Herbst. Na dann!

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