Raumordnungsverfahren wegen Schnellstraße um Würzburg

Würzburg - Für eine umstrittene Schnellstraße nordwestlich von Würzburg hat am Montag das sechsmonatige Raumordnungsverfahren begonnen.

Damit wird die Regierung von Unterfranken eigenen Angaben zufolge fortan die grobe Planung der Bundesstraße 26 neu (B26n) prüfen, insbesondere die öffentlichen Belange. Das Raumordnungsverfahren soll nach sechs Monaten abgeschlossen sein. Beteiligt werden die rund 60 betroffenen Kommunen, öffentliche Stellen, sonstige Planungsträger, Vereine sowie die Wirtschafts- und Sozialverbände. Auch die Öffentlichkeit soll in das Verfahren einbezogen werden und Stellung beziehen. Gegen die B26n gibt es seit Jahren großen Protest von Bürgern und Naturschützern. Die 49 Kilometer lange Schnellstraße soll nach dem Willen der Planer zwei Fahrspuren je Richtung haben und westlich von Würzburg von der Autobahn 3 abzweigen. Von da an führt die Trasse über Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) nach Werneck (Landkreis Schweinfurt) und damit zur A7.

Viele Unternehmen wollen die Autobahnanbindung, dagegen sehen Gemeinden der betroffenen Landkreise unberührte Landschaften in Gefahr. Die Baukosten wurden mit rund 500 Millionen Euro beziffert.

“Wir erwarten eine Beteiligung auf Augenhöhe und gehen von einem offenen, transparenten und fairen Verfahren aus“, teilte der Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B26n mit. Ziel dieses Verfahrens müssen sein, auch die Widersprüche des projekts aufzudecken. “Diese Straße kostet viel Geld und erfüllt keineswegs die in sie gesetzten Erwartungen wie zum Beispiel die Entlastung Würzburgs und die Erschließung des Raumes Main-Spessart“, sagte Vereinschef Matthias Zorn.

Die Raumordnungsunterlagen sollen in den betroffenen Gemeinden einen Monat lang ausgelegt werden. Auch auf den Internetseiten der Bezirksregierung kann man sich über das Projekt informieren.

dpa

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