Razzia: 30 Wohnungen Rechtsextremer durchsucht

Augsburg - 150 Polizisten durchkämmten am Donnerstag 30 Wohnungen von Rechtsextremen, unter anderem in Augsburg. Und sie wurden fündig.

Bei einer großangelegten Razzia haben knapp 150 Polizisten am Donnerstag Wohnungen und Geschäftsräume von Rechtsextremen in Bayern und Thüringen durchsucht. Mitglieder der Neonazigruppierung “Nationales Augsburg“ stünden unter dem Verdacht der Volksverhetzung, teilten die Ermittler am Freitag mit.

Insgesamt wurden 30 Immobilien unter die Lupe genommen. Neben Waffenmunition und kleineren Mengen an Betäubungsmitteln stellten die Beamten auch Flugblätter mit volksverhetzendem Inhalt und eine Pistole sicher. In den vergangenen Monaten habe sich der Verdacht gegen Mitglieder der hierarchisch organisierten Einheit “Nationales Augsburg“ verschärft, hieß es.

Konkret verdächtigt werden 25 Beschuldigte im Alter zwischen 17 und 30 Jahren. Ein 56-jähriges Mitglied der rechtsextremen NPD soll sie bei Flutblattaktionen und Schmierereien unterstützt haben. Die Polizei ermittelt bereits seit 2009 in diesem Fall. Die Organisation “Nationales Augsburg“ habe sich aus der Vorgängergruppe “Kameradschaft Augsburg“ gebildet, erklärte die Augsburger Polizei.

 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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