Kriminelle rechte Gruppe

Razzia bei „Bavaria Vikings“: 150 Polizisten suchen Waffen

München - Wegen verbotener Schlagringe und Elektroschockern aus Tschechien durchkämmte die bayerische Polizei etliche Gebäude. Bei der mutmaßlichen rechten Gruppe fand sie auch Propagandamaterial.

Bei einer Razzia gegen eine möglicherweise kriminelle rechtsgerichtete Gruppierung hat die Polizei in Bayern nach verbotenen Waffen gesucht. Es sei nicht um Schusswaffen, sondern um verbotene Gegenstände wie Schlagringe gegangen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, Florian Weinzierl. „Es gibt Anhaltspunkte, dass die Beschuldigten eine rechte Gesinnung haben oder mit einer solchen jedenfalls sympathisieren.“ Rund 150 Beamte waren am Dienstag im Einsatz.

Insgesamt werde gegen rund 20 Verdächtige wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. „Wir gehen davon aus, dass sich die Gruppe „Bavaria Vikings“ nannte“, sagte Weinzierl. Es sei vor allem um den Ankauf von verbotenen Schlagringen sowie Elektroschockgeräten in der Tschechischen Republik gegangen. Von weiteren konkret geplanten Straftaten sei nichts bekannt.

Schwerpunkt in Niederbayern

Der Schwerpunkt der Aktion lag in Niederbayern, wo 8 von insgesamt rund 20 Objekten durchsucht wurden. Zwei Objekte befanden sich in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums fanden die Ermittler verbotene Gegenstände nach dem Waffengesetz sowie diverses rechtsextremes Propagandamaterial. „Polizei und Staatsanwaltschaft werden die Durchsuchungsergebnisse genauestens auswerten und dann prüfen, ob sich die Verdachtsmomente erhärten“, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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