Wegen Waffendelikten

Großrazzia im Raum Augsburg

Augsburg - Bei einer Großrazzia haben Ermittler zahlreiche Gebäude durchsucht. Der Hauptverdächtige könnte etwas mit der rechtsgerichteten türkischen Organisation „Graue Wölfe“ zu tun haben.

Die Kripo hat bei Ermittlungen im Umfeld der rechtsgerichteten türkischen Organisation „Graue Wölfe“ scharfe Waffen gefunden. Im Rahmen einer großen Razzia in drei Bundesländern wurden am Mittwoch in der Wohnung eines 42-jährigen Augsburgers zwei Schusswaffen samt Munition und weitere Waffen sichergestellt. Der Mann sei Vorstandsmitglied eines den „Grauen Wölfe“ nahestehenden Vereins in Augsburg, berichtete das Augsburger Polizeipräsidium.

Es wird insgesamt gegen 10 Verdächtige wegen schwerer Straftaten gegen das Waffengesetz ermittelt. Dabei gehe es um den Kauf und Besitz der Waffen, nicht aber um Handel damit, sagte ein Polizeisprecher. Der 42-Jährige sei der Hauptbeschuldigte.

Rund 180 Beamte, darunter auch Spezialeinheiten der Polizei, hatten in Bayern sowie in Recklinghausen und Frankfurt am Main zahlreiche Gebäude durchsucht. Von den insgesamt 20 durchsuchten Objekten waren 18 im Freistaat. Allein in Stadt und Landkreis Augsburg kam es zu 10 Durchsuchungen. „Ziel war das Auffinden von Schusswaffen und Munition sowie die Erlangung von Hinweisen auf Bezugsquellen und Abnehmer“, berichteten die Ermittler.

Bei der Razzia wurden ferner Schreckschusswaffen, Schlagstöcke, Elektroschocker, Samurai-Schwerter und Messer sichergestellt. Die Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel werde einige Zeit dauern, meinte der Polizeisprecher.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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