Zwischenfall in Schwimmbad Rosenheim

Reanimiert: Fünfjähriger liegt drei Minuten unbemerkt am Beckenboden

Zu einem dramatischen Einsatz wurde am Sonntag gegen 13 Uhr ins Rosenheimer Hallenbad gerufen. Ein fünfjähriger Junge war nach einem Sprung ins Becken nicht mehr aufgetaucht.

Rosenheim - Grausamer Zwischenfall am Sonntag im Hallenbad Rosenheim. Ein 35-jähriger Vater besuchte mit seinem fünfjährigen Sohn das Hallenbad. Kurz vor Ende der Besuchszeit nahm er seinem Kind die Schwimmflügel ab, da sie ihn schmerzten. Der fünfjährige Nichtschwimmer sollte im Planschbecken bleiben, während sein Vater noch ein/zwei Bahnen schwamm.

Doch der Bub überlegte es sich anders, ging zum Schwimmerbecken, setzte sich auf die Treppe und sprang ins Wasser - Wassertiefe hier 180 cm. Sofort ging der Fünfjährige unter, während sich in nächster Nähe mehrere Personen unterhielten und nichts mitbekamen, wie Rosenheim24.de* berichtet.

Kinder, die im Wasser tauchten, bemerkten nach etwa drei Minuten den Fünfjährigen und verständigten umgehend den Bademeister, der sofort ins Wasser sprang und das Kind herauszog. Ein zufällig im Hallenbad anwesender Arzt leitete zusammen mit dem Bademeister die Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Das Kind musste reanimiert werden. Vom umgehend verständigten Notarzt wurde das Kind versorgt und mit dem Sanka ins Klinikum Rosenheim verbracht.

Der behandelnde Arzt des Klinikums Rosenheim teilte der Polizei heute mit, dass keine bleibenden Schäden zu erwarten sind. Das Kind wird noch ein paar Tage zur Beobachtung im Klinikum verbleiben müssen. Dass das Kind keine bleibenden Schäden davongetragen hat ist nach Auskunft des behandelnden Arztes dem beherzten Eingreifen des Bademeisters sowie der unverzüglichen Reanimation durch den anwesenden Arzt zu verdanken.

Der Vater, der schließlich das Fehlen seines Sohnes bemerkte und ihn in der Umkleide vermutete, fuhr mit seinem Sohn im Sanka ins Klinikum.

mh

*Rosenheim24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes. 

Rubriklistenbild: © dpa Symbolbild

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