Nach Einsatz Ende Mai

Rechtsanwalt: Behörde rollt Asylfall Asef N. neu auf

Der wegen eines massiven Polizeieinsatzes bekannt gewordene Fall des Asylbewerbers Asef N. wird neu aufgerollt.

Nürnberg - Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) habe einen Asylfolgeantrag des jungen Afghanen zugelassen, teilte dessen Anwalt Michael Brenner am Dienstag mit. Damit sei die Abschiebung von Asef N. erst einmal abgewendet, sagte der Anwalt. Von der Behörde selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Einsatz Ende Mai hatte eine Welle der Kritik ausgelöst. Polizeibeamte hatten auf Anordnung der Ausländerbehörde versucht, den jungen Afghanen abzuschieben. Weil sie ihn in seiner Unterkunft nicht antrafen, hatten sie ihn während des Berufsschulunterrichts abgepasst. Schüler und später hinzugekommene Linksautonome hatten die Abschiebung des jungen Afghanen mit einer Sitzblockade und einer spontanen Demonstration verhindern wollen.

Die parteilose Abgeordnete Claudia Stamm, die am Montagabend mit dem Anwalt, Betreuern und einigen Mitschülern diskutierte, forderte unterdessen die Einstellung aller laufenden Ermittlungsverfahren gegen Schüler im Zusammenhang mit dem Fall Asef N. „Zivilcourage kann nicht strafbar sein“, betonte sie in einer Mitteilung. Zudem wichen die Schilderungen der Schüler von den Vorgängen von Ende Mai von denen des bayerischen Innenministeriums deutlich ab.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mehrere Verletzte bei Randale in Asylunterkunft
Bei Ausschreitungen in einer Ingolstädter Asylunterkunft sind mehrere Polizisten und Sicherheitsleute leicht verletzt worden.
Mehrere Verletzte bei Randale in Asylunterkunft
Blutiger Streit in Kempten - 54-Jähriger in Lebensgefahr
Bei einer blutigen Auseinandersetzung ist ein 54 Jahre alter Mann in Kempten von einem Bekannten lebensgefährlich verletzt worden.
Blutiger Streit in Kempten - 54-Jähriger in Lebensgefahr
Großmutter erstochen - 27-Jährige kommt in Psychiatrie
Nach einem blutigen Familiendrama in Lindau am Bodensee muss eine 27 Jahre alte Frau in die Psychiatrie. Sie soll ihre 85 Jahre alte Großmutter am Freitagabend erstochen …
Großmutter erstochen - 27-Jährige kommt in Psychiatrie
Drama an der Donau: Mann will rollendes Auto anhalten und ertrinkt vor Augen seiner Partnerin
Er wollte seinen rollenden Wagen stoppen, doch dabei ist ein Mann aus dem Landkreis Freising gestorben. Er ertrank in der Donau - vor den Augen seiner Partnerin.
Drama an der Donau: Mann will rollendes Auto anhalten und ertrinkt vor Augen seiner Partnerin

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion