Rechtsextreme Skinhead-Gruppe zerschlagen

Augsburg - Nach mehrmonatigen Ermittlungen hat die Polizei eine bayernweit vernetzte rechtsextreme Skinhead -Gruppe zerschlagen.

Die Mitglieder der Vereinigung “Hate Crew Schwaben“ hätten ihre fremdenfeindliche und rassistische Gesinnung offen zur Schau getragen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Augsburg nach einer Durchsuchung von neun Objekten in Bayern und Baden-Württemberg mit. Einige hätten sich auch politisch innerhalb der NPD engagiert. Außerdem bestünden enge Kontakte zu anderen Kameradschaften und Vereinigungen.

Gegen sieben Männer zwischen 26 und 33 Jahren wird unter anderem wegen des Verbreitens von Propagandamitteln, Volksverhetzung, Gewaltdarstellung, Aufstachelung zum Rassenhass sowie Geldwäsche und Schwarzarbeit ermittelt. Einer von ihnen habe seinen Wohnsitz im Raum Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. Insgesamt gehören der Gruppe nach Schätzungen der Polizei 15 bis 20 Mitglieder an, die ihre Zusammengehörigkeit mit eigenen Fahnen und Kutten demonstrierten. Es bestehe aber nicht gegen alle ein strafrechtlich relevanter Verdacht, sagte ein Polizeisprecher.

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Die Vereinigung soll nach Erkenntnissen der Ermittler bei Konzerten und über den Versandhandel indizierte Tonträger mit rechtsextremen Liedern sowie Gegenstände mit verfassungsfeindlichen Kennzeichen verkauft haben. Einer der Beschuldigten soll seinen Kunden zudem Tätowierungen mit rechtsextremen Bildern in die Haut gestochen haben.

Am Mittwoch hatten die Ermittler Wohnungen und Geschäftsräume in den Landkreisen Augsburg, Donau-Ries und Unterallgäu sowie im Raum Schwäbisch Hall durchsucht. Dabei seien mehrere tausend Tonträger mit rechtsextremen Inhalten, hunderte szenetypische Kleidungsstücke und vier Schlagwaffen entdeckt worden. Auch Geschäftsunterlagen, digitale Datenträger sowie Bargeld und Wertgegenstände stellten die Beamten sicher.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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