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Rege Nachfrage für Mädchenchor der Regensburger Domspatzen

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Regensburger Domspatzen
Die Regensburger Domspatzen singen im Dom St. Peter. © picture alliance / dpa/Archivbild

Die Regensburger Domspatzen haben im Sommer mit der Ankündigung überrascht, nach mehr als 1000-jähriger Historie einen Mädchenchor gründen zu wollen. Ab dem Schuljahr 2022/23 dürfen also auch Mädchen das berühmte Musikgymnasium besuchen. Bis Mai laufe die Anmeldefrist und das Interesse sei groß, sagte Sprecher Marcus Weigl. „Wir schlagen ein neues Kapitel auf.“

Regensburg - Vor gut zwei Wochen hätten bereits zahlreiche Teilnehmer eine Online-Infoveranstaltung besucht. Nach den Weihnachtsferien sollen weitere Termine folgen. Er habe auch schon einige Anwärterinnen samt ihren Eltern durch das Schulhaus geführt, berichtet Weigl. Konkrete Anmeldezahlen lägen aber noch nicht vor. Die Stelle des Chorleiters ist ausgeschrieben, die Bewerbungsfrist läuft bis 15. Dezember.

Aktuell werde der künftige Chorsaal für den neuen Chor umgebaut, sagte Weigl. Interessierte Mädchen könnten in allen Jahrgangsstufen in das Gymnasium einsteigen. Das Internat werde allerdings noch nicht für Mädchen geöffnet. Es liefen aber bereits Gespräche hierzu.

Die neue Ausrichtung der Domspatzen hatte Domkapellmeister Christian Heiß bereits im Herbst 2019 bei seinem Amtsantritt angedeutet. Mit der Öffnung der Schule für Mädchen erhofft sich die Einrichtung auch mehr Nachfrage bei den Jungen, sagt Weigl. Da viele Kinder - Jungen wie Mädchen - gerne auf eine gemischte Schule gehen wollten oder weil dann auch Geschwisterkinder die gleiche Schule besuchen könnten.

Aktuell kämpfen auch die Regensburger Domspatzen mit der Umsetzung der neuen Anti-Corona-Maßnahmen. Auftritte seien vorerst abgesagt worden, so der Sprecher. Die Proben liefen unter strengen Regelungen mit Abständen und regelmäßigen Tests weiter.

Als Gründungsdatum der Domspatzen wird das Jahr 975 angegeben, als der Regensburger Bischof Wolfgang eine Domschule einrichtete. „Zu den wichtigsten Aufgaben ihrer Schüler gehörte die liturgische Gestaltung der Gottesdienste in der Domkirche“, beschreibt das Bistum Regensburg die Historie. dpa

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