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Kehrtwende nach ein paar Wochen: Das gilt künftig in bayerischen Clubs, Discos und Bars

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Von: Katarina Amtmann

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Erst im Oktober durften sie öffnen - nun ist es damit wieder vorbei. Aufgrund steigender Corona-Zahlen verkündete Ministerpräsident Markus Söder die Schließung von Clubs, Diskos und Bars.

München - Lange mussten Feierlustige in Bayern auf die Öffnung von Clubs und Diskotheken warten. Erst im Oktober durften die Einrichtungen nach rund eineinhalbjähriger Zwangspause wieder öffnen. Nur etwas mehr als sechs Wochen später ist es damit jedoch schon wieder vorbei.

Angesichts der dramatischen Corona-Lage müssen in Bayern alle Clubs, Diskotheken, Bars und Schankwirtschaften für die nächsten drei Wochen schließen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag nach Beratungen der CSU-Freie Wähler-Koalition in München an.

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Söder macht Clubs in Bayern dicht - Gesundheitssystem vor dem „Kollaps“

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die neuen Corona-Regeln in Bayern verteidigt und zu Vorsicht, Solidarität und Impfbereitschaft gemahnt. „Wenn das so weiterläuft, dann ist unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps, definitiv“, sagte er. Die beschlossenen Maßnahmen seien konsequent und richtig.

„Wer nicht glaubt, dass die Situation ernst ist, dramatisch und besorgniserregend, der muss nur mit Pflegekräften und Ärzten sprechen“, sagte er. „Die Menschen kämpfen auf den Intensivstationen um das Leben anderer.“ Dass Operationen verschoben werden müssten, nannte er einen Zustand, der eigentlich unglaublich sei. Und Neuinfektionen von heute kämen erst in zwei Wochen in den Krankenhäusern an.

Partys mit 1000 Leuten - Söder-Minister findet deutliche Worte

Wenn er von Partys mit 1000 Leuten lese - wie es sie im Rottal gegeben habe - „dann ist das für mich schon ein Akt vorsätzlicher Körperverletzung.“ Während Menschen für andere kämpften, intubiert würden, sich von Angehörigen verabschiedeten oder um ihr Leben kämpften, gingen andere feiern.

Es könne jeder freiwillig einen Beitrag leisten, indem er Kontakte vermeide und ein Stück weit Rücksicht nehme. In der Gastronomie gilt außerdem eine Sperrstunde ab 22 Uhr, wie Söder ebenfalls ankündigte. (kam/dpa)

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