In Kraft seit 28. April

Gartenmärkte, Blumenfachgeschäfte und Buchhandlungen: Die neuen Regeln in Bayern

  • Cindy Boden
    vonCindy Boden
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In Bayern liegt die Sieben-Tage-Inzidenz noch über 100, dennoch dürfen manche Läden ihre Türen wieder öffnen. Etwa Buchhandlungen und Gartencenter - ein Überblick.

München - Das Coronavirus hat den Alltag weiter voll im Griff. Normale Shoppingtouren sind in Deutschland und damit auch im Süden Deutschland noch nicht möglich. Denn die Sieben-Tage-Inzidenz* liegt in Bayern am Donnerstag (29. April) laut Robert Koch-Institut bei 161.

Eine Inzidenz von 161 bedeutet eben auch: Sie lieg über dem entscheidenden Wert von 100, der für Lockerungen derzeit von der Politik als Maßstab genommen wird. Ab dort greift auch die bundesweite Notbremse. In dieser Woche hat die Bayerische Staatsregierung ihre Krisenbewältigung erneut angepasst. An manchen Stelle wurde verschärft, an manchen gelockert. Einen allgemeinen Überblick dazu finden Sie hier. Bereits seit Mittwoch (28. April) sind diese Regeln gültig.

Markus Söder zur bayerischen Corona-Strategie: „Mix aus Vorsicht und Perspektive“

„Bayern setzt auf einen Mix aus Vorsicht und Perspektive“, schrieb Ministerpräsident Markus Söder* (CSU) auf Twitter. „Es gibt keinen Anlass, jetzt nachzulassen bei unserem Kurs.“ Bei einer Pressekonferenz kündigte er an, das neue Maßnahmen-Paket gilt „für die Zeitdauer der Infektionsschutzverordnung“. Zurzeit ist diese in Bayern bis zum 9. Mai gültig.

Gartenmärkte, Blumenfachgeschäfte und Buchhandlungen dürfen in Bayern wieder inzidenzunabhängig öffnen.

Corona in Bayern: Gartenmärkte, Blumenfachgeschäfte und Buchhandlungen dürfen inzidenzunabhängig öffnen

Wichtiger Punkt bei den aktuellen Regeln: Gartenmärkte, Blumenfachgeschäfte und Buchhandlungen dürfen inzidenzunabhängig unter den für Ladengeschäfte geltenden allgemeinen Maßgaben öffnen. „Inzidenzunabhängig“ meint damit also: oberhalb wie unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Eine Maskenpflicht und Abstandsregeln, also Hygienekonzepte, sind jedoch weiterhin nötig. Unter Beachtung dieser Maßnahmen können in Bayern also wieder Blumen sowie Gartenausstattung gekauft und spannende Bücher besorgt werden. Damit setzt Bayern eine Ausnahmeregelung um, die in der neuen bundesweiten Notbremsen-Regelung für Corona-Hotspots enthalten ist.

Corona-Regeln in Bayern: Teilweise Lockerungen, Ausgangssperre und Distanzunterricht aber weiterhin strickt

Weitere Regeln betreffen etwa Ladengeschäfte von Handwerkern, die ebenfalls inzidenzunabhängig öffnen dürfen. Auch Zoos und botanische Gärten können unter freiem Himmel und bestimmten Voraussetzungen wieder Besucher empfangen. Streng bleibt Bayern jedoch bei der nächtlichen Ausgangssperre. „Wir haben nicht das Hamburger Modell gewählt, wo man zwischen 22 und 24 Uhr Spazieren gehen oder Sport machen kann“, sagte Söder. Auch Distanzunterricht wird weiter ab einer 100er-Inzidenz vorgegeben. (cibo) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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