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Zuschauer in Regensburg, eingepackt in Regenmäntel und Plastikfolien.

Regen und Gewitter: Veranstaltungen abgebrochen

München - Wegen Unwetter und starken Regens mussten in der Nacht zum Samstag mehrere Großveranstaltungen in Bayern abgebrochen werden. Der große, befürchtete Schaden blieb allerdings aus.

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Unwetter im Süden Deutschlands haben in Bayern am späten Freitagabend entgegen allen Befürchtungen nur leichte Schäden angerichtet. Dennoch war die Feuerwehr wegen des Starkregens im Dauereinsatz. Sprecher in Nürnberg und Augsburg berichteten in der Nacht zum Samstag von überfluteten Straßen, umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Kellerräumen. Die Feuerwehr in Nürnberg zählte 70 wetterbedingte Einsätze, in Augsburg waren es etwa 50 Notrufe. Verletzte habe es bei dem Unwetter jedoch nicht gegeben.

Von dem Unwetter betroffen war unter anderem ein Konzert der Fantastischen Vier anlässlich des 100. Geburtstags des Autobauers Audi in Ingolstadt. Wie die Polizei dort mitteilte, musste auch das Sonnenrot Festival in Eching (Landkreis Freising) unterbrochen werden. 4000 Besucher des zweitägigen Indie-Festivals seien in einer Turnhalle untergebracht worden.

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Auch in Regensburg wurde der Regen irgendwann einfach zuviel: Zwei Stunden hielt das Wetter, dann fiel am Freitagabend die Premiere der diesjährigen Thurn-und-Taxis- Schlossfestspiele ins Wasser. Ähnlich wie im Vorjahr vertrieben wolkenbruchartige Regenfälle die Besucher in Scharen aus der fürstlichen Schlossanlage St. Emmeram in Regensburg. Zuvor hatten vier echte Kamele und etliche Dutzend Darsteller in opulenten Kostümen das Publikum ins historische Ägypten entführt. Mit etwa 250 Mitwirkenden brachte die Staatsoper Breslau eine monumentale “Aida“-Inszenierung auf die Freilichtbühne im Innenhof des Schlosses.

Die bislang größte Opernproduktion bei dem seit 2003 veranstalteten Festival wurde von den Solisten, dem Chor und dem Ballett des auf Open-Air-Aufführungen spezialisierten polnischen Opernhauses aufgeführt. Die Schlossfassade gab dabei in Verbindung mit dem aus altägyptischen Skulpturen bestehenden Bühnenbild eine imposante Kulisse ab.

Während der ersten beiden Akte von Giuseppe Verdis Klassiker blieb es zunächst überwiegend trocken. Hausherrin Gloria von Thurn und Taxis sagte, dass sie extra eine “Pilgerreise“ gemacht habe, damit nicht die angekündigten Unwetter kommen. Allerdings fing es nach der Pause dann trotzdem an, heftig zu regnen.

Insgesamt werden in diesem Jahr wieder rund 30 000 Besucher bei den Konzerten erwartet, die Festspiele dauern bis zum kommenden Sonntag (26. Juli).

dpa

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