Angeklagter ist hochgefährlich

Nach Hammer-Attacke: 41-jähriger Kindermörder erneut verurteilt

Der 41-jährige Mann saß wegen der Tötung zweier Kinder bereits lebenslang hinter Gittern - doch auch in der psychiatrischen Einrichtung versuchte er wieder zu morden. Nun fällte die Strafkammer erneut ein Urteil. 

Regensburg - Wegen versuchten Mordes in einer psychiatrischen Einrichtung hat das Regensburger Landgericht einen 41-Jährigen am Montag zu 13 Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte, der wegen der Ermordung zweier Kinder seit 2006 in der Psychiatrie untergebracht war, hatte versucht, einen Mitpatienten in der Forensik in Straubing zu töten. Das sah die Strafkammer als erwiesen an. 

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe in Höhe von zwölf Jahren und acht Monaten gefordert, die Verteidigung hingegen hatte auf ein Urteil im Ermessen des Gerichts plädiert. 

Die Strafkammer ordnete in ihrem Urteil, mit dem sie noch über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinausging, zudem die Unterbringung des Mannes in einer psychiatrischen Klinik an.

Sexuell motivierte Gewalttat

Laut Anklage hat der 41-Jährige 2015 mehrfach mit einem Hammer auf den Hinterkopf eines Mitpatienten eingeschlagen, um ihn zu töten. Der Mann erlitt eine Platzwunde am Kopf sowie einen Bruch des Handknochens. 

Nach Angaben eines Gutachters soll der Angeklagte den Mordversuch begangen haben, um seinen Sexualtrieb zu befriedigen und sein Opfer zu vergewaltigen. Er habe die Tat auch seit Monaten geplant gehabt.

Seit 2006 ist der mehrfach verurteilte 41-Jährige in der Psychiatrie untergebracht. So hatte er 1994 einen elfjährigen Ministranten in Regensburg missbraucht und anschließend getötet. Nach seiner Entlassung aus der Haft ermordete er 2005 einen Neunjährigen in München. Das neue Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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dpa/mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Seeger (Symbolbild)

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