Aktivisten schlagen Alarm

Sänger hetzt gegen Homosexuelle: Nun soll er ausgerechnet vor dieser Party auftreten

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Das Timing ist denkbar schlecht: In seinen Texten hetzt Bounty Killer offen gegen Schwule und Lesben. Nun soll der Dancehall-Künstler einen Tag vor einer LGBT-Party auftreten.

Regensburg - In seinen Texten hat der Dancehall-Künstler Bounty-Killer mehrfach dazu aufgerufen, Schwule zu ertränken oder zu verbrennen. Nun soll er in Regensburg ausgerechnet in einem Klub auftreten, der normalerweise Veranstaltungen der LGBT-Szene (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) beherbergt. Die Mittelbayerische Zeitung berichtet über die unglückliche Terminwahl.

Am 11. Mai möchte Bounty Killer seine Werke im Regensburger Mischwerk zum Besten geben, einen Tag später soll dort eine Party der LGBT-Community stattfinden. „Das hätte nicht dümmer laufen können“, sagt Ludwig Krempl, einer der Organisatoren der Veranstaltung. Dem Mischwerk unterstellt er allerdings keine böse Absicht, die Betreiber seien frei von jeglichem Homophobie-Verdacht.

„Fehlgriff der besonders geschmacklosen Art“

Ausgelöst hatte die Diskussion ein Facebook-Post des an der örtlichen Universität beheimateten Arbeitskreises queer. Darin bezeichnen die Aktivisten die Konzert-Ansetzung als „Fehlgriff der besonders geschmacklosen Art“. „Es ist ein No Go, dass man jemandem ein Forum bietet, der offen zum Mord an Schwulen aufruft“, so AK-Mitglied Annika Gruber.

Aufgrund seiner homophoben und teils gewaltverherrlichenden Texte geriet Bounty Killer bereits mehrfach ins Visier der Staatsanwaltschaft. In der jamaikanischen Heimat des Dancehall-Künstlers können homosexuelle Akte unter Männer mit bis zu zehn Jahren Gefängnis belegt werden. 

Für Krempl lässt sich die Haltung des Sängers dadurch nicht entschuldigen. „Aufrufe zur Gewalt gehören generell nicht auf die Bühne, nicht ins Mischwerk, nicht in unsere Stadt, in unser Land und am besten gar nicht auf die Welt“, so der Party-Organisator.

Lesen Sie auch: So gelassen reagiert Jens Spahn auf schwulenfeindliche Hetze

Rubriklistenbild: © Facebook Mischwerk

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