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Die Regensburger Altstadt an der Donau mit dem Dom Sankt Peter und der Steinernen Brücke.

Regensburg: Warten auf die Brücken-Entscheidung

Regensburg - Eine Bustrasse über die Donau ist der Traum der Stadt Regensburg. Allerdings gestaltet sich das Projekt schwierig. Wird es realisiert, droht der Verlust des Weltkulturerbe-Status.

Die Stadt Regensburg muss weiter auf eine Entscheidung der Unesco zu einem Brückenprojekt warten. Die Weltkulturerbe-Stadt will eine Bustrasse über die Donau bauen und braucht dafür grünes Licht von der Weltorganisation, damit das begehrte Welterbeprädikat nicht gefährdet wird.

Wie die Stadt am Mittwoch berichtete, wird das Unesco-Welterbekomitee bei seiner diesjährigen Sitzung in Paris das Thema nicht behandeln. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Komitee die Anfrage aus Regensburg aufgeschoben. Wann die Brücke gebaut werden kann, ist daher weiter völlig unklar.

Hintergrund ist die Sperrung der weltberühmtenSteinernen Brücke vor drei Jahren. Bis dahin wurde die für den sonstigen Autoverkehr längst gesperrte Brücke immer noch von den städtischen Bussen genutzt. Seitdem müssen die Busse allerdings große Umwege fahren, um die jenseits der Donau liegenden Stadtteile mit dem Regensburger Zentrum zu verbinden. Deshalb will die Stadt eine Ersatzbrücke bauen.

Die bayerischen Denkmalschützer lehnen insbesondere eine der beiden Trassenvarianten ab, weil diese Brücke die Ansicht der Altstadt stören würde. Anders als im Fall der Dresdner Waldschlösschenbrücke will Regensburg keinen Streit mit der Weltorganisation riskieren. Die Unesco hatte dem Dresdner Elbtal wegen des umstrittenen Bauprojekts den Welterbestatus wieder aberkannt.

Die fast 900 Jahre alte “Steinerne“ wird derzeit für 20 Millionen Euro von Grund auf saniert und ist neben dem Dom das wichtigste Denkmal Regensburgs. Auch wegen eines geplanten 60 Meter hohen Hochhauses hat sich Regensburg an die Unesco gewandt. Die Stadt hat Kishore Rao, den Direktor des Unesco- Welterbezentrums, nun um eine Stellungnahme gebeten, um die Planungen für die beiden Projekte vorantreiben zu können. Die Stadt sprach auch eine Einladung aus, damit sich die Unesco-Experten ein Bild von den möglichen Auswirkungen der Bauwerke auf den historischen Kern der Stadt machen können.

lby

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