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Julia (8) aus Krankenhaus entlassen - Polizei äußert sich zu ihren Verletzungen

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Von: Jonas Raab

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Nach dem Fund der vermissten Julia ist die Erleichterung im Landkreis Cham „grenzenlos“. Jetzt hat das Mädchen die Klinik gesund verlassen können.

Update vom 14. Oktober: Gegenüber der Polizei berichtete Julia von ihrer Odyssee im Wald. Auch ihre Familie äußerte sich erstmals.

Update vom 13. Oktober, 16.40 Uhr: Die zwei Tage lang im Böhmerwald vermisste und schließlich gerettete Julia aus Berlin ist nach einem Tag aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Bis auf einen leichten Kratzer am Bein war das Kind unverletzt“, sagte Polizeisprecher Florian Beck.

Das unterkühlte Mädchen sei langsam wieder aufgewärmt worden. Am Mittwoch in den Mittagsstunden habe Julia das Krankenhaus in Begleitung von Familienangehörigen wieder gesund verlassen können.

Update vom 13. Oktober, 12.17 Uhr: Nach Angaben der Polizei Oberpfalz sei das achtjährige Mädchen weiterhin im Krankenhaus. „Es geht ihr eigentlich relativ gut“, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Josef Weindl, am Mittwoch der dpa. Details dazu, wo Julia versorgt wird, gibt die Polizei nicht bekannt. Über Nacht sei die Achtjährige in einem sogenannten Wärmebett gewesen, weil sie nach den zwei kalten Nächten im Wald unterkühlt gewesen sei. „Sie zeigt äußerlich keine Verletzungen“, erklärte Weindl. „Sie spricht und ist so weit unauffällig.“

Förster rettet Achtjährige aus tschechischem Wald: „Sie muss sehr geschickt gewesen sein“

Update vom 13. Oktober, 11.57 Uhr: Im Interview mit verschiedenen Medien beschreibt Förster Martin Semecký, wie es ihm erging, als sie das kleine Mädchen fanden. Der Retter glaubt, dass die Achtjährige die Nächte auf einem Jagdhochsitz verbracht habe. „Sie war trocken und sehr sauber.“ Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur würdigte er die Ausdauer des Mädchens in der Natur: „Um das zu schaffen, muss sie sehr geschickt gewesen sein“, sagt Semecký.

Update vom 13. Oktober, 10.49 Uhr: Laut Landrat Löffler sei die Suchaktion auch ein „enorme logistische Leistung“ gewesen, welche die Hilfsorganisationen zu stemmen hatten. BRK-Präsident Theo Zellner bedankt sich daher „von Herzen“ bei allen Helfern und Einsatzkräften. „Die Zusammenarbeit war hervorragend - auch und gerade mit Tschechien“. Letztendlich fand Julia ein Förster im tschechischen Ceska Kubice. Einen entscheidenden Hinweis bei der Suche gaben wohl Hunde, die bereits am Montag eine Spur gewittert hatten.

Förster entdeckt die Achtjährige im Wald: „Es ist ein Wunder, dass sie überlebt hat“

Update vom 13. Oktober, 6.40 Uhr: Nach der erfolgreichen Suche nach der achtjährigen Julia im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Tschechien herrscht große Erleichterung. Das Mädchen hatte zwei Nächte lang bei kalten Temperaturen in dem riesigen Waldgebiet ausgeharrt, ehe es am frühen Dienstagnachmittag von einem Förster auf tschechischem Gebiet entdeckt wurde (siehe Erstmeldung).

Der Förster Martin Semecky beschrieb der tschechischen Zeitung Denik, wie er Julia fand. In Absprache mit der Einsatzleitung habe er mit vier Kollegen einen Teil des Waldes durchkämmt, der noch nicht durchsucht worden war. „Als wir sie gesehen haben, haben wir unseren eigenen Augen nicht getraut“, erzählte Semecky. „Es ist ein Wunder, dass sie überlebt hat.“

Als der Förster das Kind entdeckt habe, habe es sich völlig erschöpft in einem Gebüsch befunden und nicht auf sich aufmerksam gemacht, teilte die Polizei mit. „Nach ersten Vermutungen wird davon ausgegangen, dass die Achtjährige immer wieder in Bewegung war und dabei mehrere Kilometer zu Fuß im Wald zurücklegte.“

„Wunder“: Tschechischer Förster findet Julia in einem Gebüsch

Update vom 12. Oktober, 20.56 Uhr: Mittlerweile gibt es neue Details zum „Wunder“ im Bayerischen und Böhmischen Wald: Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde die vermisste Julia am Dienstag (12. Oktober) gegen 13.35 Uhr in einem unwegsamen Waldstück von einem tschechischen Förster in einem Gebüsch gefunden, der in die Suche mit eingebunden war. Das Mädchen machte zwar nicht auf sich aufmerksam, war aber ansprechbar und äußerlich unverletzt – allerdings völlig erschöpft und stark unterkühlt. Wo Julia nun medizinisch betreut wird, wollten die Behörden unter Verweis auf die Privatsphäre nicht sagen. Laut Bild sind die Eltern sind auf dem Weg zu ihrer Tochter.

Polizeisprecher Florian Beck zeigte sich nach Julias Auffinden extrem erleichtert. „Da sind beim ein oder anderen Tränchen geflossen“, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Zu Bild sagte er: „Ich denke, man könnte es auf jeden Fall als Wunder bezeichnen und ich kann mich in meiner polizeilichen Laufbahn an nichts Vergleichbares erinnern, was so nervenaufreibend war und dann am Schluss so ein positives Ende hatte. Also ich bin einfach auch selbst unfassbar erleichtert.“

Vermisste Julia nach zwei eisigen Nächten im Wald bei riesiger Suchaktion gefunden

Erstmeldung vom 12. Oktober: Waldmünchen/Cerchov - Als es fast schon zu spät schien, kam die erlösende Nachricht: Julia wurde gefunden! Am Sonntag (10. Oktober) verschwand das achtjährige Mädchen aus Berlin beim Wandern mit der Familie in der bayerisch-tschechischen Grenzregion spurlos*. Seitdem durchkämmten deutsche wie tschechische Polizisten das unwegsame Waldgebiet rund um den Berg Cerchov (Schwarzkopf), etwa zwei Kilometer hinter der Landesgrenze – lange ohne Erfolg. Am frühen Dienstagnachmittag fand die Suche ein glückliches Ende, auch weil sich immer mehr Freiwillige an der größten grenzüberschreitenden Suchaktion der Region beteiligten.

Noch am Dienstagvormittag sagte Polizeisprecher Josef Weindl am Dienstag der Passauer Neuen Presse: „Die Chancen des Mädchens sinken von Stunde zu Stunde.“* Umso größerer war die Erleichterung im Landkreis Cham*, als die tschechische Polizei um kurz vor 14 Uhr einen Tweet mit den Worten „tolle Neuigkeiten“ beginnt: „Das kleine Mädchen wurde aufgespürt, sie wird nun an die Sanitäter übergeben.“

Vermisste Julia nach „vielen Stunden des Bangens“ in Tschechien gefunden

Chams Landrat Franz Löffler dankte den zahlreichen Einsatzkräften auf deutscher und tschechischer Seite für ihren unermüdlichen Einsatz: „Viele Stunden des Bangens und der Ungewissheit sind nun vorüber und die Suche ist Gott sei Dank positiv beendet. Polizei und alle beteiligten Hilfsorganisationen haben eine absolut professionelle Suche geleistet, auch in Zusammenarbeit mit den tschechischen Behörden. Wetter und Gelände stellten sie alle vor große Herausforderungen.“

8-jährige weiterhin vermisst: Einsatzkräfte suchen auch in der Nacht weiter
Rund 1400 und teils ehrenamtliche Helfer suchten tagelang nach der vermissten Julia. Das Wetter erschwerte die Suchaktion. © NEWS5 / Bauernfeind

Auf deutscher Seite waren die Bayerische Polizei, die Bundespolizei, diverse Feuerwehren, die DLRG, THW, Johanniter, Malteser und zahlreiche Hundeführer aus ganz Bayern im Einsatz. Auch der Kreisverband Cham des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) war eineinhalb Tage lang mit starken Kräften im Raum Furth im Wald im Einsatz, um sich an der 1.400 Mann starken Suche nach dem achtjährigen Mädchen aus Berlin zu beteiligen. Das Team bestand zum Großteil aus ehrenamtlichen Aktiven. „Dass es gelungen ist, das Kind zu finden, kommt einem Wunder gleich“, sagte Katastrophenschutz- und Einsatzleiter Tobias Muhr.

Vermisste Julia nach fast drei Tagen im tschechischen Wald bei Ceska Kubice gefunden

Laut tschechischen Medienberichten wurde das achtjährige Mädchen in der Nähe des Ortes Ceska Kubice von einem ortskundigen Wildhüter gefunden. Rund vier Kilometer von dem Ort entfernt, an dem sie verloren gegangen war, spürte er sie mitten im Wald im Gras auf. Julia sei wohl unverletzt, aber stark unterkühlt und werde nun medizinisch behandelt, erklärt Florian Beck, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz*. Als man sie fand, sei sie ansprechbar gewesen.

BRK-Präsident Theo Zellner dankte allen anderen Helfern nach der Vermisstensuche für ihren aufopferungsvollen Einsatz – „egal welcher Organisation sie angehören!“ Die Zusammenarbeit hätte hervorragend funktioniert, auch und gerade mit Tschechien, erklärte er. Die ganze Region habe mit der Familie des Mädchens gebangt. Die Freude darüber, dass das Kind gefunden worden sei, sei kaum in Worte zu fassen. (jo) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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