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Energiekrise: Erste Maßnahmen in Regensburg – Stadt erwägt zum Teil „drastische Schritte“

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Von: Felix Herz

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Die Energiekrise könnte teils drastische Maßnahmen erfordern: Weniger Licht, weniger Wärme – und neue Öffnungszeiten (Symbolbild).
Die Energiekrise könnte teils drastische Maßnahmen erfordern: Weniger Licht, weniger Wärme – und neue Öffnungszeiten (Symbolbild). © Kyodo News / IMAGO

Regensburg ergreift hinsichtlich der steigenden Energiepreise erste Maßnahmen – und untersucht „weitere Eskalationsstufen“.

Regensburg – Die steigenden Energiepreise treiben den Administrationen in den Städten Bayerns mehr und mehr Sorgenfalten ins Gesicht. In Augsburg werden bereits Brunnen und Ampeln abgeschaltet. Auch Regensburg reagierte bereits auf die Energiekrise – und hat noch weitere, drastische Schritte in der Hinterhand.

Energiekrise auch in Regensburg: Erste Maßnahmen der Stadt

Auf eine Anfrage von Merkur.de hin berichtet die Presseabteilung der Stadt Regensburg über erste Maßnahmen, die hinsichtlich der steigenden Energiepreise bereits ergriffen worden sind. Nachdem am 30. März die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen worden war, schaltete sich der städtische Katastrophenschutz ein. Seitdem werden „mögliche Einsparmaßnahmen“ fortlaufend geprüft.

Auf Wirken von Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hin wurde zum 1. April „die Wassertemperatur in den Becken verringert und Spül- sowie Duschintervalle reduziert.“ Die Außenbecken werden derzeit nur durch die Sonne beheizt, heißt es weiter.

Zudem sei bereits veranlasst worden, die Heiztemperaturen in öffentlichen Gebäuden, wie Turnhallen oder Verwaltungsgebäuden zu senken sowie einen „großzügigen Umgang mit Homeoffice“ anzustreben.

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Steigende Energiepreise: Sparen – mit teils drastischen Schritten

Weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung befinden sich bereits in der Umsetzung oder werden noch konkret geprüft, heißt es in der städtischen Mitteilung. Hierzu gehören die Abschaltung oder Reduktion von öffentlichen Beleuchtungen, eine „Abschaltung von Ampelanlagen in der Nacht, die (weitere) Anpassung von Betriebszeiten und/oder Raum- und Wassertemperaturen im Bereich Heizen und Lüften“.

Doch damit nicht genug: Eigenen Angaben zufolge untersucht die Stadt derzeit „zum Teil sehr drastische Schritte“ als weitere Eskalationsstufen, die „hoffentlich aber nicht nötig“ seien. Dazu zählt zum Beispiel „die vollständige Abschaltung der Warmwasserbereitung in bestimmten Bereichen“, die Änderung von Öffnungszeiten von Einrichtungen und mehr.

Zum Schluss nutzt Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer noch die Gelegenheit für einen Appell an die Bürger Regensburgs. Private Haushalte und Unternehmen sollen „sämtliche Einsparpotentiale“ schnellstmöglich umsetzen. Dazu heißt es wörtlich:

Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen und gemeinsam an einem Strang ziehen, um diese Krise gut zu bewältigen. Es muss uns gelingen, Energie nicht mehr als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Es zählt jede nicht verbrauchte Kilowattstunde!“

Mitteilung der Stadt Regensburg

(fhz)

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