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Nach fünf Jahren: Planung für Monster-Parkhaus in Regensburg muss nochmal völlig neu begonnen werden

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Luftbild vom Unteren Wöhr und dem Parkplatz Altes Eisstadion in Regensburg
Der Parkplatz Altes Eisstadion am Unteren Wöhr in Regensburg soll Standort einer Mobilitätsdrehscheibe werden. © Stadt Regensburg

Seit fünf Jahren gilt es ein wichtiges Projekt, um weggefallene Parkplätze zu kompensieren, andererseits um alle Verkehrsträger besser zu vernetzen: eine Mobilitätsdrehscheibe für Regensburg. Doch das Vorhaben steht unter keinem guten Stern.

Regensburg - Bald fünf Jahre ist es her, seit der Regensburger Stadtrat im April 2017 den Planungsauftrag für eine „Mobilitätsdrehscheibe“ auf dem Parkplatz beim Alten Eisstadion erteilt hat. Ein Parkhaus sollte Ersatz für die knapp 300 Parkplätze schaffen, die auf dem Donaumarkt durch den Bau des Museums der Bayerischen Geschichte weggefallen sind. Vor allem Einzelhändler in der Altstadt mahnen das immer wieder an. Außerdem sollten dort die verschieden Verkehrsträger miteinander vernetzt werden. Vorgesehen waren konkret ein Parkhaus mit 1500 PKW-Stellplätzen, Stellplätzen für Fahrräder, Car-Sharing, Busse und Taxen, flankiert von etwas Infrastruktur.

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Mobilitätsdrehscheibe in Regensburg: Es gibt immer wieder Verzögerungen

Doch das Vorhaben steht unter keinem guten Stern. Hatte man 2017 noch damit gerechnet, dass spätestens zwei Jahre später ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt werden könnte, um das Vorhaben voranzutreiben, so ist in der Realität bis heute kaum etwas passiert.

Zunächst gab es immer wieder Abstimmungsbedarf mit dem Welterbekomitee, der für Verzögerungen sorgte. Ende 2020 fiel dann eine Teilfläche weg, die ursprünglich Bestandteil der Planungen war. Auch das Areal der Jugendherberge am Alten Eisstadion war nämlich zur Bebauung für die Mobilitätsdrehscheibe vorgesehen. Über einen Grundstückstausch mit dem Deutschen Jugendherbergsverband hatte sich die Stadt das Areal gesichert. Der Plan: Die bestehende Jugendherberge sollte abgebrochen und östlich der Wohnbebauung „Am Winterhafen“ neu errichtet werden. Doch aufgrund wirtschaftlicher Problem im Zuge der Coronakrise wurden die Neubaupläne für die Jugendherberge eingestampft. Der Tauschvertrag wurde im Oktober 2020 rückabgewickelt.

Mobilitätsdrehscheibe in Regensburg: Die Planungen stehen wieder ganz am Anfang

Kommende Woche, ein gutes Jahr später, ergreift der Planungsausschuss im Regensburger Stadtrat nun erste Schritte, um auf die veränderte Lage zu reagieren. Sowohl der Flächennutzungs- wie auch der Bebauungsplan für das Areal werden geändert. Die gesamte Fläche am Alten Eisstadion – mit Ausnahme der Jugendherberge – wird zum „Sondergebiet Mobilitätsdrehscheibe“ umgewidmet. „Damit besteht nach Rechtskraft beispielsweise die Möglichkeit, eine eher niedrige, dafür aber flächenintensivere Parkierungsanlage ebenso wie ein kompaktes Parkhaus zu errichten“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage.

Die ganue Umsetzung ist aber mittlerweile wieder völlig offen, denn: Im Gegensatz zum ersten Bebauungsplan, der 2019 aufgestellt wurde, gibt es „noch keine konkreten Planungsüberlegungen“. Die damals erstellte Baumassenstudie ist Makulatur und muss angesichts der veränderten Lage neu erarbeitet werden. Anders ausgedrückt: Man steht wieder ganz am Anfang.

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