Die traditionellen Christkindlmärkte in Regensburg - wie hier am Neupfarrplatz - sind wegen Corona abgesagt worden.
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Die traditionellen Christkindlmärkte in Regensburg - wie hier am Neupfarrplatz - sind wegen Corona abgesagt worden.

Beleuchtung soll Stimmung verbreiten

Regensburg setzt auf Christkindlmarkt „light“: Weihnachtsmarktklassiker wegen Corona verboten

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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In Regensburg wird es dieses Jahr ein Weihnachten ohne Christkindlmarkt geben - Corona sei Dank. Die Stadt hat sich jedoch eine Alternative ausgedacht.

  • Im Altstadtbereich der Stadt Regensburg* soll es vereinzelt Verkaufsbuden geben.
  • Außerdem sollen geschmückte Bäume und Fassaden für Weihnachtsstimmung sorgen.
  • Ein Weihnachtsmarktklassiker wurde jedoch wegen Corona* verboten.

Regensburg - Schon lange war klar, dass Weihnachten dieses Jahr anders wird, als die Jahre zuvor. Schuld daran ist natürlich die Corona-Pandemie und der andauernde Lockdown. Dieser wurde jetzt nach der jüngsten Corona-Runde der Länderchefs mit der Kanzlerin noch einmal verlängert. Nur an Weihnachten selbst wird es Lockerungen geben. Davor müssen die Menschen - auch in der oberpfälzischen Bezirkshauptstadt - auf einiges verzichten. Der traditionelle Christkindlmarkt auf dem Neupfarrplatz wird 2020 nicht stattfinden.

Christkindlmarkt-Absage in Regensburg wegen Corona: Einzelne Buden soll es dennoch geben

In den vergangenen Jahren standen dicht an dicht gereiht rund 70 Buden auf dem Neupfarrplatz im Zentrum von Regensburg. Die Organisatoren wussten aber, dass das heuer so nicht umsetzbar ist und wollten auf 30 reduzieren. Die restlichen 40 Standl sollten über die Innenstadt verteilt aufgestellt werden, berichtet br24.de. In der jüngsten Sitzung des Koalitionsausschusses wurde dieses Konzept aber ebenfalls abgelehnt. Die Infektionszahlen ließen dies nicht zu. Das Konzept „Christkindlmarkt light“ werde nochmals lighter als vorgesehen, sagte Bürgermeister Ludwig Artinger (FW).

Die Corona-Zahlen sind laut Ministerpräsident Markus Söder weiter zu hoch. Der Teil-Lockdown wurde deshalb verlängert - und sogar leicht verschärft. Ein Überblick.

Damit die Budenbetreiber jedoch nicht ganz leer ausgehen, sollen vereinzelt Stände im Altstadt-Bereich zugelassen werden, das teilte die Stadt am Donnerstag mit. Im Angebot soll es dann vorwiegend Weihnachtsartikel und Kunsthandwerk geben. Der Weihnachtsmarktklassiker Glühwein sowie andere Getränke und Essen darf nicht verkauft werden. Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) dazu: „Wir hätten uns sehr gewünscht, eine andere Entscheidung treffen zu können. Aber das anhaltend hohe Infektionsgeschehen lässt das leider nicht zu.“

Verfolgen Sie das Corona-Geschehen in Bayern in unserem aktuellen News-Ticker.

Regensburg: Weihnachtsbaumbeleuchtung soll trotz Corona für Stimmung sorgen

Auch wenn man dieses Jahr in Regensburg* ohne Glühwein und Striezel in die Adventszeit starten muss, soll es in der Stadt trotzdem weihnachtlich zugehen. Dafür sollen die Weihnachtsbäume auf dem Rathausplatz, dem Neupfarrplatz, dem Haidplatz, dem Arnulfsplatz, an der Wurstkuchl und in Stadtamhof sorgen. Außerdem prüft die Stadt, ob man Gebäude oder andere Bäume mit zusätzlicher Beleuchtung ausstatten kann. „Wir hoffen, dass es gelingt, auch mit einzelnen Buden und dem Beleuchtungskonzept zumindest ein wenig von der vorweihnachtlichen Stimmung in der Altstadt zu verbreiten, die wir gerade heuer alle so sehr herbeisehnen“, sagt OB Maltz-Schwarzfischer.

Wie es mit dem Weihnachtsmarkt im Thurn-und-Taxis-Schloss weitergeht, ist derzeit noch ungewiss. Aufgrund der Verlängerung des Teil-Lockdowns* stehen die Chancen auf eine Öffnung des Markts jedoch schlecht. Eigentlich sollte es am 1. Dezember losgehen. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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