Appell an die Vernunft

Party-Nächte in Regensburg eskalieren - Betrunkene Jugendliche bewerfen Polizei mit Flaschen

  • vonTanja Kipke
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Am Wochenende kam es auf den Straßen von Regensburg zur regelrechten „Party-Eskalation“ - ohne Maske und Abstand. Wie die Polizei dagegen vorgehen will.

Regensburg - Die Corona*-Lage in Regensburg* scheint sich zu entspannen. Am Sonntag (30. Mai) lag die Inzidenz der Stadt den fünften Tag in Folge unter 35. Somit gelten seit Dienstag (1. Juni) weitere Lockerungen, auch bei den Kontaktbeschränkungen. Es dürfen sich dennoch nur bis zu zehn Leute treffen. Trotz der geltenden Regeln, kam es am letzten Wochenende in der Altstadt zu großen Ansammlungen von „feierwütigen“ Jugendlichen. Die Situation eskalierte in den frühen Morgenstunden.

Trotz Corona-Regeln: Party-Nächte in Regensburg eskalieren - Flaschenwürfe auf Beamte

Etwa 250 Personen feierten in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Regensburger Innenstadt. Am Neupfarrplatz eskalierte die Lage in den frühen Morgenstunden, wie die Polizei* mitteilte. Die betrunkenen Jugendlichen seien sehr aggressiv gewesen und hätten angefangen die Beamten zu beleidigen. Einige Randalierer gingen sogar so weit, die Beamten mit Flaschen zu bewerfen.

Dadurch gefährdeten sie nicht nur die Polizei, sondern auch unbeteiligte Passanten. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt. Da ein mutmaßlicher Flaschenwerfer bei seiner Festnahme enormen Widerstand leistete, wurde eine Polizistin an der Hand verletzt. Die Situation beruhigte sich nach und nach durch die erhöhte Polizeipräsenz. Gegen acht Jugendliche laufen derzeit Ermittlungen. Auch die Straßen in München wurden am Wochenenden zu einer Partymeile.

Party-Nächte in Regensburg: Polizei setzt auf Kommunikation und Deeskalation

Die Stadt und die Polizei appellieren weiterhin an die Vernunft der Bürger, sich an die Infektionsschutzmaßnahmen zu halten. Um solchen Ansammlungen vorzubeugen, setzt die Polizei auf verstärkte Präsenz an beliebten Treffpunkt. Dabei gehe man gezielt auf Personengruppen zu, „da im persönlichen Gespräch bereits viele Konfliktsituationen vermieden werden können“, wie ein Sprecher der Polizei merkur.de mitteilte. Wenn es an bestimmten Orten in Regensburg „immer voller wird“, kann es auch kurzzeitig zu Sperrungen der Bereiche in der Innenstadt kommen. „Durch einen geregelten Zugang wird somit das Infektionsrisiko aller gesenkt.“

Angriffe auf Polizeibeamte verurteilte Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer scharf. Die Flaschenwürfe seien ein „No-Go“ und werden selbstverständlich strafrechtlich verfolgt. „Ich habe großes Verständnis für die jungen Menschen, die wieder gemeinsam mit mehr als zwei oder drei Haushalten feiern möchten. Doch wir sind noch nicht so weit, das Feiern im großen Stil ist nach wie vor verboten“, so die Oberbürgermeisterin. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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