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Ukraine-Krieg: Regensburgs Partnerstadt Odessa braucht Hilfe beim Schutz der Kulturgüter

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Auch die Stadt Odessa ist vom Ukraine-Krieg betroffen. Russland beschuldigt die Ukraine, den Hafen der Stadt vermint zu haben.
Odessa ist ebenfalls vom Ukraine-Krieg betroffen. In der Hafenstadt, die ein Partner von Regensburg ist, sollen nun die Kulturgüter geschützt werden. (Archivbild) © Ukrinform/dpa

Die OWHC hat eine Initiative zum Kulturgüterschutz in der Ukraine ins Leben gerufen. Auch Regensburgs Partnerstadt Odessa bedarf besonderen Schutz.

Regensburg – Der Ukraine-Krieg* bedroht nicht nur Menschenleben, sondern droht auch, das Kulturerbe des Landes zu zerstören. Wie die Stadt Regensburg* in einer Mitteilung schreibt, bedarf neben sieben UNESCO-Welterbestätten auch Regensburgs Partnerstadt Odessa einem besonderen Schutz. Dem multikulturellen Kulturerbe der Ukraine drohe ein „unwiderruflicher Verlust“ und „irreparable Zerstörung“. Die Organisation der Welterbestädte OWHC hat deshalb nun eine Initiative zum Kulturgüterschutz in der Ukraine ins Leben gerufen. 

Regensburg unterstützt OWHC-Initiative 

Jacek Majchrowski, OWHC-Präsident und Oberbürgermeister von Krakau, ruft gemeinsam mit der Stadt Warschau und dem dortigen OWHC-Regionalsekretariat für Osteuropa dazu auf, ganz pragmatisch und schnell Hilfe für den Kulturgüterschutz zu ermöglichen. In engem Kontakt mit der Denkmalpflege in Lwiw und Kiew werden von Polen aus bereits Hilfstransporte mit Baumaterialien, Brandschutzmitteln, Mineralwolle und Schutzfolien organisiert. Weitere Unterstützung soll für die sichere Einlagerung von Archivalien sowie den späteren Restaurationsprozess im Wiederaufbau geleistet werden. 

Über das internationale Städtenetzwerk der Welterbestädte werden auf einer Online-Plattform Spenden gesammelt, die direkt bei der Denkmalpflege in Warschau und Krakau ankommen. Regensburgs Kulturreferent Wolfgang Dersch unterstützt die Initiative: „Unsere Solidarität ist gefragt, um unwiederbringliche Schäden am Kulturgut der Ukraine zu verhindern“, wird er zitiert. Er bittet Privatpersonen und Firmen gleichermaßen, die Aktion zu unterstützen. Gerade Regensburg als UNESCO-Welterbe und Mitglied der OWHC fühle sich hier „besonders verbunden“. 

Regensburg: Angst um viele historische Schätze in der Ukraine 

Die Ukraine beherbergt Nationalarchive, Bibliotheken, Museen, Kunstgalerien, religiöse Gebäude, Palastkomplexe, Kunstsammlungen, historische Nekropolen sowie Stätten, die an die Tragödie des Holocausts erinnern und von denen sieben in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Darunter die Sophienkathedrale in Kiew, das historische Zentrum von Lwiw oder die Holzkirchen der Karpatenregion. 17 weitere Stätten stehen in der aktuellen Liste von Kandidaten, so auch das historische Zentrum von Odessa. 

UNESCO-Generalsekretärin Audrey Azoulay fordert: „Wir müssen das kulturelle Erbe in der Ukraine bewahren, als Zeugnis der Vergangenheit, aber auch als Katalysator für Frieden und Zusammenhalt in der Zukunft, den zu schützen und zu bewahren die internationale Gemeinschaft verpflichtet ist.“ 

Viele Welterbestätten in Kriegsgebieten landen auf der sogenannten „Roten Liste des gefährdeten Welterbes„ der UNESCO, so etwa vier Nationalparks im Kongo, zahlreiche Stätten im Jemen, Afghanistan, Irak und Syrien sowie in Libyen und Mali. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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