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Ärger an beliebter Sportanlage in Regensburg: Streit mit Hausmeister und Löcher in den Plätzen

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Von: Stefan Aigner

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Eingang zur Sportanlage am Weinweg in Regensburg mit beschriftetem Schild
Beliebt bei vielen Regensburgern: Die Sportanlage am Weinweg. © Martin Oswald

Die städtische Sportanlage am Weinweg in Regensburg ist Treffpunkt für zahlreiche Vereine und hunderte von Sportlern. Doch seit geraumer Zeit hängt dort der Haussegen schief.

Regensburg – Lacrosse und Rugby, American Football und Leichtathletik, Fußball und Schulsport – das ist nur eine kleine Auswahl dessen, was an der städtischen Sportanlage am Weinweg, im Stadtwesten von Regensburg, stattfindet. Für zahlreiche Vereine und Verbände ist der Weinweg ihr sportliches Zuhause.

Dicke Luft am Weinweg: Löcher im Spielfeld, versperrte Kabinen

Die (gebührenpflichtige) Anlage mit mehreren Sportplätzen ist Austragungsort für die Spiele der „Bunten Liga“. An Wochenenden nutzen oft mehrere hundert Sportlerinnen und Sportler die Anlage. Doch seit geraumer Zeit herrscht hier dicke Luft.

In einem Brief an Sportbürgermeisterin Astrid Freudenstein (CSU) schildern Vertreter mehrerer Vereine eine schlechte Vorbereitung der Plätze im Vorfeld von Spielen. Von tiefen Löchern, die schon zu ernsthaften Verletzungen geführt hätten, ist die Rede. Von abgesperrten Kabinen und verschlossenen Zugängen zu mobilen Toren und anderem notwendigen Material wird gesprochen.

Der Spiel- und Trainingsbetrieb habe sich dadurch mehrfach verzögert, heißt es. Mangels absperrbarer Kabinen sei es auch mehrfach zu Diebstählen gekommen – von einem Schaden im niedrigen vierstelligen Bereich ist die Rede.

Streit an städtischer Sportanlage: Respektloser Hausmeister?

Kritik wird vor allem am neuen Platzwart geübt, der vor etwa zwei Jahren eingestellt wurde und die Hausmeisterwohnung am Weinweg übernommen hat. Während sein Vorgänger bei den Nutzern sehr beliebt war, werden ihm respektloses Verhalten und unangemessener Umgangston vorgeworfen.

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Auf Nachfrage bestätigt die städtische Pressestelle gegenüber unserer Redaktion, dass man bereits mehrere Gespräche mit dem Mann geführt und ihn darauf hingewiesen habe, „sein Kommunikationsverhalten zu ändern“. Doch zufrieden scheinen die Unterzeichner des Briefs mit dem Ergebnis nicht zu sein.

Städtische Sportanlage: Bürgermeisterin wird zum Handeln aufgefordert

Sportamt und Bürgermeisterin werden einerseits dazu aufgefordert, zu handeln und klare Regeln, Erreichbarkeiten und Verantwortlichkeiten festzulegen. Andererseits wird der teils schlechte Zustand der Anlage beklagt.

Die Pressestelle der Stadt Regensburg räumt ein, dass mehrere Plätze in der Vergangenheit in schlechtem Zustand gewesen seien. Allerdings macht man dafür ein Unternehmen verantwortlich, das im vergangenen Jahr eine automatische Bewässerung installiert hat.

„Die dafür erforderlichen Gräben wurden von der beauftragten Firma leider nicht ordentlich wiederbefüllt, so dass sich der Boden dort gesenkt hatte und das Gras nur sehr spärlich angewachsen ist“, so eine Sprecherin. Mittlerweile hätten die Platzwarte und das Gartenamt die Schäden mit Rollrasen ausgebessert. Nach kurzer Sperrung „sollte dieser Mangel beseitigt sein“.

Kein Kiosk an städtischer Sportanlage: „Das ist beschämend.“

Bestehen aber bleibt das Problem mit dem neuen Hausmeister. Dieser hatte es „nach langer Bedenkzeit“ abgelehnt, den Kiosk am Weinweg weiterzubetreiben. Seitdem sitzen die Nutzer auf dem Trockenen. „Es ist beschämend, dass man sich nach einem Spiel nicht einmal mit den anderen Teams hier zusammensetzen kann“, kritisiert ein Spieler der „Bunten Liga“. Dazu komme noch der erwähnte respektlose Umgangston.

Das zuständige Liegenschaftsamt kündigt gegenüber unserer Redaktion an, den Kiosk nun neu auszuschreiben. Doch einerseits ist ein Betrieb des Kiosks wohl nur in Kombination mit dem Hausmeister-Posten rentabel. Andererseits, so die Pressestelle, könne es „eventuell zu Nutzungskonflikten“ mit dem Hausmeister kommen, der über dem Kiosk wohnt.

Kein Kiosk am Weinweg: Sportamt verspricht Lösung

Das Sportamt arbeite deshalb „an einer anderen Lösung“, heißt es. „Geplant ist, den Geräteschuppen, der in Richtung der Tennisplätze des RHTC liegt, als Aufenthaltsraum für die Vereine zur Verfügung zu stellen. Zudem sollen Lagermöglichkeiten für Getränke bereitgestellt werden.“ Dem Sportamt sei „durchaus bewusst, dass ein Zusammensein nach dem Training oder Spiel wichtig ist. Das Amt hofft, zumindest jetzt eine Übergangslösung anbieten zu können.“

Den Hausmeister will man offenbar zumindest im Auge behalten. Nach ersten Gesprächen und Hinweisen, sein Verhalten zu ändern will das Sportamt nun mit den Nutzergruppen ins Gespräch kommen, um die Vorfälle zu klären. Danach werde man „entsprechende Maßnahmen ergreifen“.

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