Das historische Rathaus in Regensburg.
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Besonders charakteristisch für Regensburg ist der dichte Nebel, der sich im Herbst und Winter über Dächer, Straßen und Plätze legt.

Die Nebelstadt an der Donau

Meteorologie in der Region Regensburg

Das Wetter in Regensburg verzaubert im Sommer mit seinem mediterranen Flair. Im Herbst hingegen kommt der Nebel und legt sich schwermütig über die Stadt.

  • Regensburg liegt im Südosten von Bayern und ist die Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz.
  • Das Wetter in Regensburg zeichnet sich durch warme, trockene Sommer und feuchte Winter aus.
  • Besonders charakteristisch für die bayerische Stadt ist der dichte Nebel, der sich im Herbst und Winter über Dächer, Straßen und Plätze legt.

Regensburg – Als „nördlichste Stadt Italiens“ wird die viertgrößte Stadt des Freistaates Bayern bezeichnet. Grund dafür ist allerdings nicht das mediterrane Wetter in Regensburg, sondern die mittelalterliche Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen. Während sich das Leben im Sommer auf den Straßen und Plätzen der UNESCO-geschützten Altstadt abspielt, scheuchen Nebel und Feuchtigkeit die Regensburger im Winter in die zahlreichen Cafés und Restaurants.

Wetter von Regensburg: Das Klima in der Donaustadt

Stabile und trockene Sommer, feuchte, gemäßigt kühle Winter – so könnte man das Wetter in Regensburg mit wenigen Worten beschreiben. Die Stadt liegt in der gemäßigten Klimazone, hat aber einen leichten Einschlag des kontinentalen Klimas. Die wärmsten und sonnenreichsten Monate sind Juni, Juli und August, die kältesten Dezember, Januar und Februar. Wenn es schneit, bleibt der Schnee zum Bedauern vieler Regensburger meist nicht lange liegen. Sehr ausdauernd hingegen ist im Herbst und Winter der Nebel. Er hängt oft bis in die Nachmittagsstunden über der Stadt und taucht sie in ein trübes Licht. Das drückt auf die Stimmung – viele führen sogar die hohe Selbstmordrate der Region auf dieses Wetterphänomen zurück.

Wetter in Regensburg: Warum bildet sich so oft Nebel?

Nebel kommt vor allem im Herbst vor, kann sich jedoch zu allen Jahreszeiten bilden. Das Wetter in Regensburg ist besonders von diesem Phänomen betroffen, da sich in Niederbayern während der Nacht oft kalte, feuchte Luft am Boden sammelt. Die durch Regensburg fließenden Flüsse Donau, Naab und Regen verstärken den Nebel, da sie zusätzliche Feuchtigkeit an die Luft abgeben. Und Wind, der ihn verscheuchen könnte, ist hier in Niederbayern ein seltener Gast, sodass der Nebel sich hartnäckig hält und selbst die Sonne es häufig nicht schafft, ihn aufzulösen.

Das Wetter im Regensburger Umland: Der Bayerische Wald

Nur 50 Kilometer südöstlich von Regensburg sieht die Lage im Winter schon ganz anders aus: Hier im Bayerischen Wald herrscht vornehmlich kontinentales Klima. Im Winter kann man hier durch tief verschneite Landschaften stapfen und noch echte Winterträume erleben. Temperaturen bis -30 Grad kommen in Höhenlagen im Januar durchaus vor. Im Vorderen Bayerischen Wald hält sich die Schneedecke über 700 Metern bis zu 120 Tage. Kein Wunder also, dass der Bayerische Wald zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Regensburger gehört: Liegt Schnee, wird Wintersport großgeschrieben. Taut der weiße Zauber weg, kann man hier wandern, Rad fahren, klettern und die Natur genießen. Zahlreiche Seen laden in den Sommermonaten zum Baden ein.

Wetter in Regensburg: Das schlimmste Unwetter

Zu einem der schlimmsten Unwetter in Regensburg und im gesamten südöstlichen Bayern kam es im Jahr 1954: Nach andauernden starken Regenfällen im Juni stieg der Pegel der Donau Ende Juni ab Regensburg extrem an. Insgesamt mussten 9.000 Menschen ihre Häuser verlassen; zwölf kamen in den Fluten ums Leben. Die als Donauhochwasser in die Geschichte eingegangene Flutkatastrophe entwickelte sich in Oberösterreich zum stärksten Hochwasser des 20. Jahrhunderts. In Linz betrug der Pegel am 11. Juli 1954 9,62 Meter. Es handelt sich bei dieser Flut jedoch um eine absolute Ausnahmeerscheinung. Das Wetter in Regensburg gibt normalerweise keinen Anlass zu Besorgnis.

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