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Hilfe bekommen via Whatsapp-Nachricht - das Prinzip des Krisenchats der Jugendschutzstelle Regensburg. (Symbolbild)

Durchweg positiv

Jugendschutzstelle Regensburg zieht Bilanz über Krisenchat via Whatsapp - enorm wichtig in Corona-Krise

Die Jugendschutzstelle zieht Bilanz über ihren Krisenchat. Diese fällt positiv aus, da es den Betroffenen wahrscheinlich oft leichter fällt, zu schreiben, anstatt anzurufen.

Regensburg - Aufgrund der Corona*-Pandemie wurde im Winter/Frühjahr 2021 der Krisenchat für Kinder und Jugendliche der Stadt Regensburg* eingerichtet. Die Jugendschutzstelle zieht nun eine positive Bilanz.

Regensburg: Jugendliche können Hilfe via WhatsApp bekommen

Viele Familien erlebten in dieser Zeit außergewöhnliche Belastungssituationen, die oft zu Konflikten führten. Die Kontaktbeschränkungen erschwerten es dem Jugendamt, Kindern, Jugendlichen und Familien Hilfeleistungen zukommen zu lassen. Im Winter 2020 war zunächst eine Krisennummer eingerichtet worden. Kinder und Jugendliche konnten so via WhatsApp Kontakt mit dem Jugendamt aufnehmen.

Dieser Krisenchat soll den jungen Menschen eine zusätzliche Möglichkeit bieten, sich selbstständig und niederschwellig in Krisensituationen um Unterstützung zu kümmern. Nach dem Erstkontakt versuchen die Jugendschutzfachkräfte, zusammen mit den Beteiligten die individuelle Problemsituation zu klären. Wenn es nötig ist, werden die Kinder und Jugendlichen beim weiteren Vorgehen unterstützt und gegebenenfalls in Obhut genommen.

Regensburg: Sechs Monate später zeigt sich, dass der Schritt wichtig war

„Kommen Jugendliche oder Kinder, beispielsweise wegen Streitereien, zuhause nicht mehr zurecht oder haben sogar Angst nach Hause zu gehen, können sie sich bei uns im Krisenchat melden“, berichtet Luise Wax von der Jugendschutzstelle. Die Möglichkeit über einen Chat Kontakt aufzunehmen sei oft einfacher, als direkt anzurufen oder eine E-Mail zu schreiben.

Ein halbes Jahr später zeigt sich, dass dieser Schritt wichtig und sinnvoll war. Seit Einführung des Krisenchats wurden bereits Nachrichten im zweistelligen Bereich entgegengenommen. Dabei wurden auch Krisen festgestellt, die letztlich zur Inobhutnahme einer hilfesuchenden Person führten. In vielen Fällen war bereits eine digitale Beratung oder Weitervermittlung an entsprechende Fachstellen eine große Hilfe für die Kinder und Jugendlichen. Die Rückmeldungen der Kontaktsuchenden waren durchwegs positiv. Das Angebot wird offensichtlich dankbar angenommen.

Regensburg: Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein ist stolz auf den Krisenchat

Die Jugendschutzstelle habe genau zur richtigen Zeit das richtige Angebot geschaffen, sagt Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein: „In Zeiten von Corona und auch darüber hinaus ist die digitale Anbindung des Jugendschutzes an Kinder und Jugendliche nicht mehr wegzudenken.“ Der Krisenchat soll deshalb auch über den beendeten Lockdown hinaus weiterbestehen.

Der WhatsApp-Krisenchat mit der Mobilnummer 01 51 12 98 82 44 ist am Montag, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 17 Uhr erreichbar, dienstags von 12 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr. Nachrichten, die außerhalb dieser Zeiten ankommen, werden zum nächstmöglichen Zeitpunkt beantwortet. Die Telefon-Notrufnummer 507-4760 der Jugendschutzstelle ist wie gewohnt Tag und Nacht zu jedem Zeitpunkt erreichbar. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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