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Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller

Regensburger Bischof Müller nach Rom?

Regensburg - Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller wird nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) Nachfolger von Kurienkardinal Walter Kasper in Rom.

Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller wird nach Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) Nachfolger von Kurienkardinal Walter Kasper in Rom. Wie der BR am Donnerstag unter Berufung auf Kirchenkreise berichtete, soll der Wechsel noch im November zum Ende des Kirchenjahres erfolgen - sieben Jahre, nachdem Müller Bischof von Regensburg wurde.

Bistumssprecher Clemens Neck dementierte diese Angaben nicht, sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa in Regensburg allerdings: "Von offizieller Seite liegt uns nichts vor. Gerüchte dieser Art werden von uns grundsätzlich nicht kommentiert." Aus dem Vatikan in Rom gab es zunächst keine Bestätigung für den angeblich bevorstehenden Wechsel.

Kasper ist seit 2001 Präsident des im Vatikan für Ökumenefragen zuständigen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und geht laut BR in Kürze in den Ruhestand. Müller ist bereits Ökumenebeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz. Der Bischof wurde als Nachfolger Kaspers seit längerem immer wieder genannt. Stets hatte jedoch das Bistum Regensburg entsprechende Berichte zurückgewiesen und diese "haltlos" genannt. Müller hat aber seit Jahren gute Kontakte nach Rom. Insbesondere gehört der 61-Jährige zu den 23 Mitgliedern der hochrangigen Glaubenskongregation. Joseph Ratzinger - der heutige Papst Benedikt XVI. - hatte das Gremium rund ein Vierteljahrhundert als Präfekt geleitet.

In Deutschland hatte Müller wegen der umstrittenen Reform der Laienräte in seiner Diözese samt Entmachtung missliebiger Funktionäre sowie wegen des Umgangs mit kritischen Pfarrern und Hochschullehrern immer wieder für Aufsehen gesorgt. Als bekannt wurde, dass in Riekofen ein wegen Kindesmissbrauchs vorbestrafter Priester wieder eingesetzt und prompt rückfällig wurde, lehnte Müller eine Entschuldigung im Namen der Kirche ab.

Unterdessen wurde weiter darüber spekuliert, ob der gebürtige Mainzer irgendwann vom Papst dauerhaft nach Rom geholt wird. Nach Müllers bisherigen Tätigkeiten galt es dabei immer als denkbar, dass der in Rom hoch angesehene Theologe mit dem Fachgebiet Dogmatik das Amt in dem von Kasper geleiteten Rat übernimmt. Eine weitere Folge könnte laut BR die Ernennung zum Kardinal sein.

dpa

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