Aus Regensburg:

Bischof Voderholzer: Sorge um Gesundheit des Papstes

Regensburg - Zum Rücktritt des Papstes: Bischof Rudolf Voderholzer (53) sorgt sich um die Gesundheit von Benedikt XVI. Der habe eine besondere Verbundenheit zu Regensburg.

 Der neue Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer bangt um die Gesundheit des Papstes. „Wir alle machen uns große Sorgen um den Gesundheitszustand des Heiligen Vaters“, erklärte Voderholzer nach der Rücktrittsankündigung von Benedikt XVI. "Bei meinem letzten Besuch in Rom bemerkte ich, dass er sehr schmal geworden und unsicher auf den Füßen ist“, erläuterte er.

Der Zustand müsse sich in den vergangenen Wochen sehr verschlechtert haben. „So eine Entscheidung trifft man nicht, wenn nur irgendwo etwas zwickt“, betonte der Bischof. „Mit diesem Papst wird sich eine Persönlichkeit zurückziehen, die der ganzen Welt als moralisches Gewissen diente und der Kirche als Leuchtturm in schwerer See Orientierung gab.“

Voderholzer, der am 26. Januar zum Bischof geweiht wurde, leitet seit einigen Jahren das Institut Papst Benedikt XVI., das die Werke Joseph Ratzingers herausgibt. In Regensburg war Ratzinger von 1969 bis 1977 Dogmatik-Professor, bis heute wird er als Honorarprofessor der Hochschule geführt.

Der Bischof glaubt nicht, dass Papst Benedikt XVI. noch einmal Regensburg besucht. „Es wäre eine Sensation, wenn er hierherkäme“, sagte Voderholzer am Dienstag

„Wir Regensburger wissen, dass Benedikt XVI. sich hier immer zu Hause fühlte“, erklärte Voderholzer. „Hier wohnt sein Bruder, hier ist das Grab seiner Familie, in Pentling bei Regensburg steht sein Haus, das seit Herbst letzten Jahres als Ort der Begegnung und Dokumentation öffentlich zugänglich ist. Darauf sind wir stolz. Diese Verbundenheit bleibt über die Zeit des Pontifikates hinaus bestehen.“

dpa/lby

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