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Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer.

Voderholzer in Domstadt eingetroffen

Regensburger Bischof von Gläubigen empfangen

Regensburg - Gläubige in Regensburg schauen gespannt auf ihren künftigen Bischof. Der Applaus ist anfangs noch verhalten. Doch das Eis bricht schnell.

Der künftige Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, ist in seinem neuen Bistum eingetroffen. Viele Hunderte Gläubige empfingen ihn am Donnerstag vor dem Regensburger Dom St. Peter. Der Applaus blieb anfangs verhalten. Er wisse, mit welch hohen Erwartungen viele auf ihn blickten, sagte Voderholzer. „Aber das freut mich auch.“ Er wolle in erster Linie als „erster Glaubenszeuge“ wahrgenommen werden.

Auf dem Weg nach Regensburg machte der Trierer Dogmatikprofessor an der Bistumsgrenze in Parsberg Halt. Nach einem Gebet in der Pfarrkirche ging es weiter in seine neue Heimatstadt, wo Voderholzer am 26. Januar zum 78. Bischof der Diözese geweiht wird. Am 6. Dezember ernannte ihn der Papst zum neuen Bischof von Regensburg und damit zum Oberhirten von gut 1,2 Millionen Katholiken.

Unter dem Festgeläut der Domglocken und unter Orgelklängen zog Voderholzer in den gut gefüllten Dom ein. Bei einem stillen Gebet bat er darum, die vor ihm liegende Aufgabe gut zu erfüllen. Später bedankte sich der 53-Jährige für den Empfang in „meinem Petersdom, wenn es auch hier ein bisschen kalt ist - aber das kriegen wir schon hin“. Das Eis schien er mit seiner Ansprache brechen zu können. Man freue sich sehr, einen Bayer als künftigen Bischof zu haben, sagte Diözesanadministrator Prälat Wilhelm Gegenfurtner. Lauter Applaus im Dom. Gegenfurtner hatte das Bistum während der Vakanz geleitet.

Später ging Voderholzer zu Fuß für einen Empfang zum Institut Papst Benedikt XVI. - nun unter deutlich stärkerem Beifall. „Sehr sympathisch“, sagten einige Gläubige vorm Dom über ihn. Der gebürtige Münchner und Dogmatikprofessor der Trierer Universität tritt die Nachfolge von Gerhard Ludwig Müller an, der von Papst Benedikt XVI. im Juli zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt worden war.

Voderholzer gilt als enger Vertrauter beider Männer: Der künftige Bischof ist seit 2008 Direktor des Regensburger Instituts Papst Benedikt XVI. und damit verantwortlich für die Herausgabe der gesammelten Schriften des Papstes. Müller war sein Doktorvater an der Ludwigs-Maximilians-Universität München. An dessen Lehrstuhl arbeitete er acht Jahre lang als Assistent, bis er 2004 habilitierte. 2005 übernahm er die Professur für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Trier. Gleichzeitig trat er seinen Dienst als Seelsorger in Sankt Nikolaus in Kasel an.

dpa

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