Man müsse "Ängste der Bevölkerung ernst nehmen"

Regensburger Politiker fordert "Lady-Zonen" im Stadtbus

Regensburg - Frauen und Mädchen sollen sich vor sexueller Belästigung sicher führen. Einen entsprechenden Antrag hatte Stadtratsmitglied Christian Janele aber schon vor der Silvesternacht gestellt.

Damit sich Frauen und Mädchen sicher vor sexueller Belästigung fühlen können, diskutiert der Regensburger Stadtrat über spezielle „Lady-Zonen“ in den Stadtbussen. Einen entsprechenden Antrag hatte Stadtratsmitglied Christian Janele von den Christlich-Sozialen Bürgern (CSB) im November 2015 gestellt - und damit vor den massenhaften sexuellen Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht. Am Dienstag wollte der Stadtplanungsausschuss über dieses Thema sprechen.

Janele sagte, viele Bürger hätten in Gesprächen mit ihm ihre Sorgen geschildert: „Wie kommt meine Tochter, wie kommt meine Frau abends oder nachts sicher nach Hause?“ Diese Ängste der Bevölkerung müsse man ernst nehmen. Mit Markierungen am Boden der Busse könnten Bereiche ausgewiesen werden, in denen sich nur Frauen und Kinder aufhalten dürfen. Zudem sollten „Frauen-Taxis“ angeboten werden, in denen Fahrerinnen Frauen abends nach Hause bringen - und die Stadt zahlt einen Zuschuss zum Fahrpreis. In Heidelberg etwa laufe ein ähnliches Projekt schon seit Jahren, sagte Janele weiter.

Im sozialen Netzwerk Facebook haben die Christlich-Sozialen Bürger eine Fotomontage mit einer pinken „Lady Zone“ in einem Bus veröffentlicht. Pink, heißt es da, müsse die Sicherheitszone im übrigen nicht unbedingt sein. Auch eine andere Farbe wäre möglich.

dpa

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