Regensburger Wirte: Preis für Anti-Nazi-Initiative

Regensburg/München - Eine Regensburger Gaststätten-Initiative gegen Rechtsextremismus wird mit einem weiteren Preis ausgezeichnet.

Die bayerische SPD ehrt die Initiative mit ihrem mit 2500 Euro dotierten Josef-Felder-Preis, wie die Partei am Samstag in München mitteilte. Die Preisverleihung soll im Sommer in Regensburg stattfinden.

Dem Projekt „Keine Bedienung für Nazis“ haben sich inzwischen mehr als 150 Wirte angeschlossen, die damit Zivilcourage gegen Rechts zeigen wollen. Hintergrund ist, dass vor wenigen Jahren ein Regensburger Barkeeper von Neonazis zusammengeschlagen wurde. Das Opfer hatte sich zuvor schützend vor eine farbige Mutter und deren Kind gestellt.

Die SPD-Auszeichnung erinnert an den sozialdemokratischen Abgeordneten Josef Felder. Er hatte vor 80 Jahren gegen das Ermächtigungsgesetz der Nazis gestimmt und wurde später im Konzentrationslager Dachau inhaftiert.

In diesem Jahr erhält die Wirte-Initiative aus Regensburg auch den renommierten Luther-Preis „Das unerschrockene Wort“. Damit werden Menschen und Initiativen geehrt, die wie der Reformator Martin Luther ihre Überzeugung mutig und standhaft gegen Widerstände verteidigen. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Namen von 16 deutschen Lutherstädten alle zwei Jahre vergeben. Der Preis wird am 13. April in Eisleben (Sachsen-Anhalt) verliehen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Modernisierungsrückstände“ an Bayerns Schulen
München – Eine neue Studie stellt Bayern ein mittelprächtiges Zeugnis bei der Chancengerechtigkeit an Schulen aus. Der „Chancenspiegel“ der Bertelsmann-Stiftung …
„Modernisierungsrückstände“ an Bayerns Schulen
Kommentar: Finde den Fehler
An Bayerns Schulen geht es nicht sonderlich „gerecht“ zu, will eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigen. Doch bei Lichte besehen ist das wissenschaftliche …
Kommentar: Finde den Fehler
Rott am Inn: Mutmaßlicher Mörder war aus Psychiatrie geflüchtet
Rott am Inn - Ein 25-Jähriger soll zwei Senioren mit einem Messer erstochen haben. Dabei hätte der mutmaßliche Doppelmörder von Rott am Inn gar nicht auf freiem Fuß sein …
Rott am Inn: Mutmaßlicher Mörder war aus Psychiatrie geflüchtet
Mann im Streit niedergestochen: 37-Jähriger festgenommen
Traunreut - Weil er auf einen anderen Mann einstach, sitzt ein 37-Jähriger nun in Untersuchungshaft. 
Mann im Streit niedergestochen: 37-Jähriger festgenommen

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion