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Regierung: Aufarbeitung von Missbrauch nicht durch Kirche

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Die Bundesregierung hat betont, dass es bei der Aufklärung der Missbrauchsfälle im katholischen Erzbistum München und Freising kein kirchliches Sonderrecht geben wird. „Die Aufarbeitung dieser Missbrauchsskandale wird nicht allein der Kirche überlassen“, versicherte ein Sprecher des Justizministeriums am Montag in Berlin. Staatsanwaltschaften seien grundsätzlich verpflichtet, Anhaltspunkten für Straftaten nachzugehen.

Berlin - Nach den jüngsten Enthüllungen gebe es deshalb auch schon mehrere Dutzend Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München.

Das vom Erzbistum selbst in Auftrag gegebene Gutachten einer Anwaltskanzlei war zu dem Ergebnis gekommen, dass Fälle von sexuellem Missbrauch in der Diözese über Jahrzehnte nicht angemessen behandelt worden waren. Die Gutachter gehen von mindestens 497 Opfern und 235 mutmaßlichen Tätern aus sowie einer deutlich größeren Dunkelziffer. Regierungssprecher Steffen Hebestreit erklärte, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sei „sehr erschüttert“ und dringe auf eine Aufklärung der Vorwürfe. dpa

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