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Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler

Regionalbischöfin: Misshandlungen sind unmenschlich

München/Augsburg - Als unmenschlich und unfassbar hat die evangelische Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler die Misshandlungen von Kindern in kirchlichen Einrichtungen bezeichnet.

Diese Praxis sei “ein einziger gigantischer Karfreitag“, sagte die Ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs in ihrer Karfreitagpredigt in der Münchner St. Lukaskirche. Der Umgang mit dieser Schuld sei mitentscheidend für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft, betonte sie nach einer Mitteilung der Landeskirche.

Als “pervers und verdreht“ bezeichnete Breit-Keßler Äußerungen, dass Misshandlungen dem Täter “selbst wehgetan“ oder “Schläge noch keinem geschadet“ hätten. Auch Terroranschläge seien häufig Zeichen dafür, dass Menschen sich in unsagbarer Dummheit als Vollstrecker göttlicher Gerechtigkeit bezeichneten. “Der Karfreitag mahnt dazu, Leben unendlich zu achten und zu schützen“, sagte Breit-Keßler.

Der Augsburger Regionalbischof Michael Grabow erinnerte in seiner Predigt in der St. Ulrichskirche in Augsburg daran, dass Folter und Todesstrafe in vielen Ländern der Erde, auch in manchen “Urlaubsparadiesen“, noch immer gängige Praxis sei. Viel zu oft würden Unschuldige verhöhnt und verurteilt. Im Leiden Christi sei das Leiden unzähliger Menschen aufgehoben.

dpa

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