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Nach den brutalen Überfällen in Bad Reichenhall hat die Polizei am Freitag die Umgebung durchkämmt.

Neue Erkenntnisse zum Täter

WM-Mord: Mehrere Verdächtige im Visier

Bad Reichenhall - Nach den zwei brutalen Raubüberfällen in Bad Reichenhall sucht die Kriminalpolizei am Freitag mit Tauchern, Polizeihunden und alpinen Einsatzkräften großräumig die Umgebung ab. Neue Erkenntnisse gibt es schon.

Seit Tagen herrscht in Bad Reichenhall Ausnahmezustand. Überall sind Polizisten, überall werden Spuren gesichert – und überall gibt es nur noch ein Thema: die zwei brutalen Raubüberfälle am vergangenen Wochenende. Am Freitag ist die Polizei mit rund hundert Einsatzkräften angerückt. Taucher waren dabei, Polizeihunde, alpine Einsatzkräfte. Sie haben sowohl die Saalach als auch das steile Gebiet, durch das der Täter vermutlich geflüchtet ist, großräumig abgesucht – dort waren zuvor bereits einige Gegenstände aus der gestohlenen Handtasche der 17-Jährigen entdeckt worden. Sowohl die Tatwaffen, als auch die Geldbörsen der beiden Opfer sind bislang nicht gefunden worden.

Der Täter hatte in der Nacht auf Montag einen 73-Jährigen überfallen und ihm so schwere Kopfverletzungen zugefügt, dass der Mann noch auf der Straße starb. Ein paar Straßen weiter verletzte er eine 17-Jährige schwer. Sie liegt seit Tagen auf der Intensivstation, inzwischen ist ihr Zustand so stabil, dass sie vernommen werden kann. Besonders von ihr erhoffen sich die Beamten entscheidende Hilfe, um den Täter zu fassen.

Aus der Bevölkerung sind seit Montag knapp 160 Hinweise eingegangen. „Das ist sehr viel“, sagt Jürgen Thalmeier, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Und es ist ein Zeichen dafür, wie sehr die Bad Reichenhaller darauf hoffen, dass der Täter bald gefasst wird. „Ich war jeden Tag mit den Ermittlern der Soko vor Ort“, sagt Thalmeier. „Wir bekommen natürlich mit, wie groß die Angst der Menschen ist und dass sich viele Bürger abends nicht mehr allein nach draußen trauen.“ Allein deswegen sei die Polizei verstärkt präsent, bis der Täter gefasst ist. „Und daran“, betont Thalmeier, „setzen wir wirklich alles.“

Die Sonderkommisssion „14. Juli“ ist mittlerweile auf 40 Beamte aufgestockt worden. Innerhalb der vergangenen fünf Tage haben sich die Spuren inzwischen verdichtet. „Wir haben konkrete Hinweise auf mehrere Personen, die nun überprüft werden“, sagt der Polizeisprecher. Der Hauptverdächtige – ein Mann, der kurz vor dem ersten Überfall in einer Reichenhaller Sportbar einen Mord angekündigt hatte– scheidet allerdings nach bisherigem Ermittlungsstand als Täter aus, verrät Thalmeier. Dafür hat die erste Auswertung der Tatort-Spuren einen Verdacht bestätigt: „Mittlerweile ist es sicher, dass beide Opfer von demselben Täter überfallen wurden.“

Suchaktion der Polizei in Bad Reichenhall: Bilder

Suchaktion der Polizei in Bad Reichenhall: Bilder

Katrin Woitsch

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