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Schwere Gewitter mit Starkregen und Blitzschlag: Bergwacht muss Kletterer retten

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Von: Katarina Amtmann

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Berg + Nacht
Die Bergretter waren in der Nacht zum Freitag am Untersberg im Einsatz. © BRK BGL

Zwei Männer gerieten beim Klettern am Untersberg in ein Unwetter. Sie hatten Probleme mit der Orientierung und setzen einen Notruf ab.

Bischofswiesener Forst – Einsatzkräfte haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (1. Juli) zwei unverletzte einheimische Kletterer aus dem unteren ersten Teil der Route „Die Unendliche Geschichte“ an der Gurrwand auf der Westseite des Untersbergs in den Berchtesgadener Alpen gerettet.

Bischofswiesener Forst: Unwetter über Bayern bringt zwei Kletterer in Not

Die zwei Männer hatten kurz nach 21 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf abgesetzt, da sie in das schwere Gewitter mit Starkregen und Blitzschlag geraten waren. Sie konnten beim Abseilen zum Wandfuß oberhalb der vierten Seillänge in der Dunkelheit die richtige Abseilstelle nicht finden. Nur mit einer Stirnlampe ausgestattet waren sie auch nicht mehr wirklich handlungsfähig, berichtet das Bayerische Rote Kreuz (BRK).

Das Duo – zwei Männer im Alter von 31 und 32 Jahren – war gegen 13 Uhr in die lange, aus drei Abschnitten bestehende Route eingestiegen. Am frühen Abend hatten sie am oberen Ende des zweiten Abschnitts kurz vor dem Notausstieg entschieden, dass sie sich wegen des aufziehenden Unwetters bis zum Einstieg abseilen.

Berg bei Nacht
Die Bergwacht rettete ein Duo am Untersberg. © BRK BGL

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Untersberg: Kletterer geraten bei Unwetter mit Blitzen und Starkregen in Not

Sie hatten nur eine Stirnlampe dabei und durch das Wetter wurde es „rappenduster“. Deshalb war neben dem Gewitter vor allem die Orientierung ein Problem, so das BRK weiter. „Der ursprüngliche Plan, dass sie sich selbst bis zum Zustieg abseilen und dort von der Bergwacht mit Lampen abgeholt werden, misslang, da sie die Abseilstelle am oberen Ende des ersten großen Wandblocks nicht finden konnten.“

Die alarmierten Retter mussten zunächst über eine Stunde abwarten, bis Blitzschlag und Regen nachließen. Dann erkundeten sie „mit einem Voraustrupp den besten Zustieg und stiegen schließlich unter anderem über den Almsteig (Knieschnackler) und den unteren Quersteig bis zum Wandfuß auf, wobei sie Sichtkontakt zu dem Duo herstellen konnten“.

So rettet die Bergwacht Menschen aus unwegsamem Gelände

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Bergwacht rettet zwei Kletterer am Untersberg – Heli im Einsatz

Durch die regennasse Wand konnten sie aber nicht ohne vertretbares Risiko aufklettern. Laut BRK war aber keine Eile geboten, „da die Kletterer unverletzt waren und einen festen Standplatz an einem Baum hatten.“ Weiter heißt es: „Vom gegenüberliegenden Parkplatz zur Schlafenden Hexe bauten weitere Bergretter zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen einen Hochleistungsstrahler mit Strom-Aggregat auf, so dass sie die komplette Wand ausleuchten konnten. Trotz des zusätzlichen Lichts und der Versuche der Bergretter am Wandfuß, die in Bergnot Geratenen zu lotsen, konnte das Duo den weiter südöstlich gelegenen Baum mit der Abseilstelle nicht finden.“

Schließlich wurde der nachtflugtaugliche Polizeihubschraubers „Edelweiß 4“ hinzugezogen, der die Kletterer zum Eisenrichter ausflog. 18 Bergretter hatten eine nur kurze Nacht und waren bis 2.15 Uhr im Einsatz, heißt es in dem Bericht abschließend. (kam)

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