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Frauchen und ihr Liebling: Gerlinde Heubauer (Name geändert) streicht über den Bildschirm ihres Laptops. Dort ist ihr kleiner Muck zu sehen, ein Chihuahua. Das Laptop bekam die Rentnerin geschenkt; sie könnte ihn sich sonst nicht leisten.

Spendenaktion

Wenn es nicht mal für die kleinsten Dinge reicht

München - Nach drei Knie-OPs kehrt Gerlinde Heubauer, 74, (Name geändert) bald nach Hause zurück – zurück zum geliebten Hund, zurück in ihr altes Leben. Ein Leben, das sich die bedürftige Dame nicht leisten könnte – wäre da nicht unsere Patenschafts-Aktion.

Sanft streicht sie über das Foto auf dem Tisch. „Mein kleiner Muck“, sagt Gerlinde Heubauer (Name geändert) und seufzt leise. Gerade ist die 74-jährige Rentnerin auf Reha. Und ihr kleiner Muck, ein Chihuahua, weit weg, im Münchner Gnadenhof. Dort muss er die Zeit überbrücken – bis Frauchen wieder nach Hause kommt. Gerlinde Heubauer vermisst ihren kleinen Muck.

Dreimal wurde sie am Knie operiert, dann kam die Reha – und Wochen, in denen sie ihren Chihuahua nicht sehen konnte. Bald kann Gerlinde Heubauer nach Hause, bald hat sie ihr Hündchen zurück. Der Chihuahua ist für sie oft ein Rettungsanker im tristen Alltag – Gerlinde Heubauer hat eine Rente von 852 Euro, damit liegt sie knapp über dem Sozialhilfesatz. Somit muss sie alles selbst zahlen: Krankenversicherung, Miete, Heizung, Strom. 63 Euro im Monat bleiben ihr zum Leben, das Futter für ihren Muck ergattert sie meist an der Hundetafel. Verwandte hat Gerlinde Heubauer keine mehr – vor einiger Zeit starb ihr einziger Sohn. Ein schwerer Schicksalsschlag.

Wäre nicht der Verein Lichtblick Seniorenhilfe , Gerlinde Heubauer käme nicht über die Runden. „Hier, der Pulli, die Winterschuhe“, klopft sich Gerlinde Heubauer auf die Brust: „All das hat Lichtblick bezahlt.“ Und natürlich auch die monatliche Fahrkarte für Bus und Bahn. Das Ticket wird durch die Patenschaftsaktion finanziert (siehe Kasten).

"Monatsfahrkarte das Ticket aus der Einsamkeit!"

„Für mich ist die Monatsfahrkarte das Ticket aus der Einsamkeit“, erzählt Gerlinde Heubauer. Vor den Knie-OPs ist sie zwei-, dreimal pro Woche in die Kliniken aus der Umgebung gefahren und hat dort schwer kranke Patienten besucht – um sie aufzuheitern. Ihr kleiner Muck war stets dabei. Für dieses ehrenamtliche Engagement zeichnete sie Oberbürgermeister Christian Ude mit einer Dankesurkunde aus.

Bald, wenn es dem Knie besser geht, will die ältere Dame wieder „auf die Rolle“ gehen – und mit dem kleinen Muck „schwer kranke Menschen zum Lachen zu bringen“. Oft hat die Heubauer Gerlinde eine Drehorgel dabei, spielt den Patienten etwas vor. Die Drehorgel hat für sie eine Bedeutung: Sie ist alles, was die Rentnerin „aus besseren Zeiten“ ins Heute „hinüberretten“ konnte.

Unsere Spendenaktion

Bei der Aktion des Münchner Merkur und der Sparda-Bank München gegen Altersarmut können Sie eine Patenschaft für in Not geratene Senioren übernehmen. Eine Patenschaft kostet 35 Euro im Monat. Das Geld kann viertel-, halbjährlich oder für ein ganzes Jahr gespendet werden. Auch einmalige Spenden sind willkommen. Der Verein Lichtblick Seniorenhilfe leitet stets die volle Summe an die Bedürftigen weiter. Überweisungen tätigen Sie bitte auf das Konto 490 1010 des Vereins Lichtblick

Seniorenhilfe (Balanstraße 45, 81669 München) bei der Sparda-Bank München, BLZ 700 905 00. Weitere Informationen gibt es beim Verein Lichtblick, Telefonnummer: 089/67 97 10 10. Die E-Mail-Adresse des Vereins lautet: info@lichtblick-sen.de. Lichtblick Seniorenhilfe ist ein gemeinnützig anerkannter Verein. Für Ihre Spenden erhalten Sie eine Spendenquittung; bitte geben Sie dafür Ihre Adresse an. Die Mail-Adresse unserer Zeitung zu der Aktion ist paten@merkur.de. Mehr unter: www.merkur.de/spendenaktion. Wenn Sie gern online shoppen, dann können Sie auch über die Internetseite www.gynny.de/projekte/136 gehen – und bei jedem Einkauf Gutes tun. Denn jeder Einkauf generiert einen Bonus – zwischen

1 und 50 Prozent, je nach Shop –, der den bedürftigen Senioren in Oberbayern zugute kommt.

Von Felix Barth

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