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Gurkenzeit ist für einen Bauern in Unterfranken heuer ein Drama.

Landwirt vernichtet seine Ernte

Drama um Plastik-Gurken! So reagiert Rewe 

Ein Landwirt aus Unterfranken pflügt seine Minigurken mit einem Traktor einfach unter. Es ist ein Drama, wie ein Video im Internet zeigt. So reagiert Rewe. 

Update vom 14. Juni 2017: Jetzt reagiert Rewe auf die Vernichtungsaktion der Gurken. Die Supermarktkette kritisiert den Landwirt aus Unterfranken: "Wir können die Aktion des Erzeugers weder nachvollziehen noch gutheißen. Der Landwirt ist uns nicht bekannt und beliefert auch die REWE nicht direkt. Richtig ist, dass der Erzeuger Mitglied in einer Vermarktungsgenossenschaft ist, die die REWE Region Süd regional mit verschiedenen Gemüseartikeln beliefert“, wie der BR Thomas Bonrath von der REWE Group zitiert. Die Aussage des Landwirts, dass es eine Abnahme von Minigurken durch REWE in 2017 geplant sei, sei schlichtweg falsch, heißt es weiter. „Zwischen der genossenschaftlichen Erzeugergemeinschaft, in der der Landwirt Mitglied ist, und der REWE Zentrale gab und gibt es sowohl in der Vergangenheit als auch in diesem Jahr keinerlei vertragliche Abmachungen über die Abnahme von Minigurken.“

Rewe vermarkte sowohl unverpackte Minigurken von lokalen und regionalen Erzeugern als auch Minigurken in der Pappschachtel mit einer Folie drum. Die Erzeugergenossenschaft hätte dem Unternehmen versichert, dass „die gesamte Minigurken-Ernte des Landwirts über sie hätte vermarktet werden können“.

Die Vernichtungs-Aktion der Gurken - Das geschah bisher

Statt seine Minigurken zu ernten und zu verkaufen, pflügt ein Landwirt in Unterfranken sein Feld einfach um. Warum der Bauer aus Segnitz (Kreis Kitzingen) so brachial mit Nahrungsmitteln umgeht, erklärt ein Video auf Facebook.

Mittlerweile ist der Clip ein Hit im Netz: zwei Millionen Klicks und 59.500 Mal geteilt (Stand 11. Juni um 22.23 Uhr).

Ohne Plastik - keine Kunden

Der Landwirt muss seine Gurken loswerden. Weil seine Minigurken nicht in Plastik verpackt sind, nehmen große Handelsketten seine Ware nicht mehr an.

Über fünf Jahre hat der Landwirt lose Ware geliefert. Doch damit ist jetzt Schluss. Erst im Mai hatte der Unterfranke erfahren, dass nur noch Gurken mit Plastikfolie oder in Plastikschalen abgenommen werden.

Da wuchsen die Pflanzen allerdings schon längst in den Gewächshäuser. Der Plan war jeden Tag bis zu 2.000 Kilo zu ernten. Sechs bis acht Tonnen Minigurken sind schon in der Kühlung. Aber der Mann findet ohne Plastik keine Abnehmer. Für ihn, seinen Betrieb und seine sechs Mitarbeiter ist das ganze ein Drama.

Bei den jungen Pflanzen hat der Landwirt jetzt das Wasser abdrehen müssen. Die Pflanzen fangen schon an zu welken. Die Ernte für die nächsten sechs Wochen sei hin, sagt er in dem Video.

Keine Pflanzenschutzmittel wären zum Einsatz gekommen. Sie hätten nur Nützlinge eingesetzt - aber nun, ist seiner Meinung nach, alles für nichts.

Damit nicht alles vergebens war, verkauft der Landwirt seine Gurken an Abholer für zehn Euro pro zehn Kilo. 

Schlangengurken ohne Plastik

Aufgeben will der Unterfranke aber nicht. In drei Wochen möchte er mit Schlangengurken anfangen. Denn, die könnte er auch ohne Plastikhülle verkaufen.

Coffee-to-go-Becher verschmutzen die Natur. Es gibt diverse Aktionen gegen den Müll. Doch die Stadt München selbst ist ein schlechtes Vorbild für die Bürger, wie tz.de berichtet.

Wieso haben Katzen Angst vor Gurken?

ml/ch

   

 

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