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Der Erreger kann bei Rindern zu schweren Atemwegserkrankungen, teilweise mit Todesfolge, und Fruchtbarkeitsstörungen führen.

Rinderseuche in Nordschwaben

Donauwörth - Die meldepflichtige Rinderkrankheit BHV1 ist im Landkreis Donau-Ries in Nordschwaben ausgebrochen. Die rund 240 betroffenen Tiere müssen alle getötet werden.

Betroffen sind ein Mastbestand in Alerheim und ein Milchviehbestand in Balgheim, wie das Landratsamt in Donauwörth am Mittwoch mitteilte. Um ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern, wurde ein Sperrbezirk um beide Orte festgelegt, die etwa zehn Kilometer voneinander entfernt liegen. Nach Angaben des zuständigen Veterinärdirektors müssen alle Rinder aus beiden Beständen - insgesamt etwa 240 Tiere - getötet werden.

Der Erreger der Rinderseuche ist den Angaben zufolge das Bovine Herpesvirus 1, das bei Rindern zu schweren Atemwegserkrankungen, teilweise mit Todesfolge, und Fruchtbarkeitsstörungen führen kann. Ein infiziertes Rind bleibe lebenslang Träger des Virus. Auch Schafe und Ziege könnten sich anstecken. Für den Menschen sei das Virus ungefährlich.

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Wie das Landratsamt in Donauwörth mitteilte, galt der Landkreis Donau-Ries seit Juni 2010 als BHV1-frei. Da die Rinderkrankheit zuletzt auch im übrigen Bayern nicht mehr registriert worden war, sei der gesamte Freistaat im Herbst 2011 von der Europäischen Kommission als BHV1-freie Region anerkannt worden. Wie die Seuche nach Schwaben eingeschleppt wurde und ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Neuausbrüchen gibt, war zunächst unklar.

dpa

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