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Tödlich verunglückt: Rocco O. stürzt beim Abstieg von der Brecherspitze 200 Meter in die Tiefe.

Ein anderer Wanderer wird vermisst

Tragisch: Er stürzte auf der Brecherspitze in den Tod

Schliersee - Mehrere Unglücke haben sich am Wochenende in den Bergen ereignet. Zwei Männer kommen bei Stürzen zu Tode. Von einem weiteren Wanderer fehlt noch jede Spur.

"Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren." Mit diesen bewegenden Worten trauert der FC Hausham um Vereinsmitglied Rocco O. (24). Der junge Mann war am Samstag von einer Bergtour auf die Brecherspitz (Landkreis Miesbach) 200 Meter tief abgestürzt - vor den Augen seines Kumpels. Der Internetfachmann hatte keine Chance, er überlebt den Sturz über das felsige Gelände nicht.

Rocco O. hatte sich am Samstag zusammen mit seinem Freund Harry ins Spitzingseegebiet aufgemacht. Nachdem die gut ausgerüsteten Bergsteiger die Brecherspitze bestiegen hatten, machten sie sich gegen 13 Uhr an den Abstieg. Über den Wanderweg stiegen sie westwärts in Richtung Obere Firstalm wieder ab, berichtet die Polizei.

Auf dem Weg bergab mussten sie eine ausgesetzte Engstelle passieren. Der Weg verläuft dort teilweise über Felsen und ist keinen halben Meter breit. Dieser durchaus gefährliche Engpass ist etwa 20 Meter lang und mit einem Drahtseil gesichert.

Sturz bei Überholaktion während des Abstiegs

Genau dort wollten die Freunde eine Wanderin überholen, die ebenfalls bergab ging. Diese drehte sich in Richtung Fels, um beide passieren zu lassen, so die Polizei.

Nachdem Roccos Begleiter bereits an der Frau vorbei war, hörte er plötzlich hinter sich das Geräusch von rutschenden Steinen. Als er sich umdrehte, sah er, wie sein Spezl über die steile Vergflanke 200 Meter in die Tiefe stürzte. Die Bergung der Leiche übernahmen Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe, die Bergwacht Schliersee und ein Polizeihubschrauber.

Unglaublich: Die Bergwanderin setzte laut Polizei ihren Weg einfach fort und war beim Eintreffen der Rettungskräfte nicht mehr vor Ort. Sie wird nun dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Mann aus Ampfing wird vermisst

Vermutlich ebenso tragisch endete eine Bergtour für einen jungen Mann aus Ampfing (Landkreis Mühldorft): Der 23-Jährige war am Samstag ebenfalls mit einem gleichalten Freund zum Hohen Göll (Berchtesgadener Land) aufgebrochen. Am Nachmittag erreichten die 23-Jährigen dann erschöpft die Vorgipfel des Hohen Göll, ab dort wählten sie den Abstieg. Einer stieg schneller ab, während der andere langsamer hinterherlief. Seither fehlt von dem langsameren Mann jede Spur. Trotz intensiver Suche konnte der Ampfinger bis Montagabend nicht gefunden werden.

Traurige Gewissheit gibt es hingegen bei einem vermissten Mann aus Odelzhausen (Landkreis Dachau). Der 50-Jährige konnte am Montagvormittag nur noch tot am Blassengrat im Wettsteingebirge geborgen werden. Er war laut Bergwacht Garmisch-Partenkirchen wohl bereits Sonntagnacht abgestürzt und erfroren.

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