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Sascha Roßmüller, Vorstandsmitglied der bayerischen NPD.

Landfriedensbruch und Körperverletzung

Rocker-Prozess geht in die Verlängerung

Regensburg - Zwei Rockerbanden schlagen in Niederbayern aufeinander ein, aber vor Gericht stehen nur die Mitglieder eines Clubs. Die Aufklärung des Falls ist schwierig, denn alle Beteiligten schweigen.

Der Rocker-Prozess um das Vorstandsmitglied der bayerischen NPD, Sascha Roßmüller, wird länger dauern als zunächst angenommen. Der Vorsitzende Richter am Landgericht Regensburg stellte am Mittwoch in Aussicht, dass das Verfahren noch bis in den Dezember andauern könnte. Zuvor war mit einem Urteil Ende September gerechnet worden. Fünf ehemalige Bandidos-Rocker müssen sich wegen Landfriedensbruch sowie gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sie sollen in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag 2010 in Straubing Mitglieder des dortigen Motorradclubs Gremium angegriffen und mit Messerstichen erheblich verletzt haben.

Am Mittwoch sagte ein Aussteiger der Bandidos, es habe keine Verabredung zu einer Attacke gegeben. „Wenn es 14 Tage vorher geplant gewesen wäre, hätte ich es mitbekommen.“ Es sei auch nichts Ungewöhnliches gewesen, dass Bandidos in Straubing, dem Gebiet des MC Gremiums, ausgegangen seien. „Wir sind öfters in Kneipen in Straubing unterwegs gewesen. Viele von uns haben in der Nähe gewohnt“, betonte der 51-Jährige, der bis 2012 die Bandidos unterstützt hatte, bei der Attacke vor mehr als viereinhalb Jahren aber nicht dabei war.

Es habe dem MC Gremium zwar nicht gepasst, wenn dabei die Bandidos die vereinseigenen Kutte getragen hätten. „Aber wir haben es uns nicht verbieten lassen, in Straubing rumzulaufen“, sagte der 51-Jährige. Man habe sich nicht gemocht, es habe aber auch keine offene Feindschaft gegeben.

Auch der Kronzeuge der Anklage, der damalige Präsident der Bandidos, hatte eine Absprache zum Angriff auf den Rivalen aus Niederbayern verneint. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.

dpa

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