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In Zangberg (Kries Mühldorf am Inn) durchstreift eine Kuh (Archivbild) wie ein Reh die Wälder und scheut sich vor Menschen.

Rollentausch: Kuh will ein Reh sein

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Zangberg - Kurioser Rollentausch in Zangberg (Kries Mühldorf am Inn): Dort durchstreift eine Kuh wie ein Reh die Wälder und scheut sich vor Menschen. Was mit dem Tier nun passieren soll.

Wie die "Passauer Neue Presse" (PNP) berichtet, lebt die Kuh seit über acht Wochen in den Waldgebieten nördlich von Ampfing. Jagdpächter Dr. Erich Loserth wurde vor etwa zwei Monaten erstmals mit dem sonderbaren Tier konfrontiert: "Eine Spaziergängerin erzählte mir, dass sie im Wald einer Kuh begegnet sei." Was den Jäger zunächst nicht groß wunderte. Schließlich brechen desöfteren Kühe aus ihren Weidegebieten aus. Mittlerweile findet Loserth die ganze Sache aber doch recht merkwürdig. Denn die Kuh legt zunehmend die Verhaltensweise eines Wildtiers an den Tag.

"Sie ist scheu wie ein Reh", berichtet Loserth der PNP. Bislang hat er es auch nicht geschafft, sich der Kuh näher als auf Fernglasreichweite zu nähern. Im Gegensatz zu anderen Kühen verhält sich das Tier ähnlich wie ein Reh extrem zurückhaltend gegenüber Menschen. Oft hinterlässt die Kuh nur Spuren auf dem Boden, die dem Jagdpächter einen Hinweis auf deren Wege durch das Gehölz geben. Tagsüber versteckt die Kuh sich im Wald. Erst abends wagt sie sich ins Freie hinaus.

Unser Braunbär Bruno

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Und wieso legt das Tier solch ein Kuh-untypisches Verhalten an den Tag? Hat das Tier sich das alles vielleicht von einem Reh abgeguckt? Fragen über Fragen...

Auch die Frage, wem die Kuh gehört bleibt vorerst offen. Die Ohrmarke konnte aufgrund der Menschenscheu des Tieres noch keiner lesen. Außerdem vermisst laut Jagdpächter Loserth noch kein umliegender Bauer eine Kuh im Stall. "Sie sagen alle, dass bei ihnen kein Tier abgeht", sagt der Jäger der PNP. Außerdem wäre der Besitzer verpflichtet, ein fehlendes Tier den Behörden zu melden.

Nun befassen sich auch die Polizei und das Mühldorfer Landratsamt mit der Reh-Kuh. Die Kreisbehörde hat bereits eine Art Öffentlichkeitsfahndung an die Medien herausgegeben. Damit will die Behörde es zunächst auch belassen. Eine Bär-Bruno-Lösung, also ein Abschuss der Kuh, ist derzeit nicht geplant. In der Pressemitteilung heißt es: "Obwohl das freilaufende Rind allein schon für den Straßenverkehr eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung darstellt, hat das Landratsamt bisher davon abgesehen, den Abschuss des Tieres anzuordnen."

Die schrägsten Tiere der Welt

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Sollte die Kuh aber einen Unfall verursachen, so weist die Behörde darauf hin, dass der registrierte Besitzer des Tiers den Schaden bezahlen muss.

Jagdpächter Loserth geht übrigens davon aus dass es der Reh-Kuh ausgesprochen gut geht. "Die lebt ein glückliches Leben", sagt er der PNP. Offenbar muss sie auch nicht gemolken werden. Der Jäger geht deswegen davon aus, dass es sich noch um eine Jungkuh handelt oder dass die Muttermilch bei dem Tier bereits versiegt ist.

Solange die Kuh keine Hühner reißt, bleibt ihr wohl auch das Schicksal des Bären Bruno erspart. Wenn die Kuh sich aber weiterhin verhält wie ein Reh steht das aber nicht zu befürchten. Schließlich sind Rehe Pflanzenfresser.

fro

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