Rettungskräfte stehen am 26.07.2012 nach einem Badeunfall am Hardausee
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Badeunfälle ereignen sich in Deutschland jeden Sommer (Symbolbild).

Zeugen gesucht

Tod im Badesee: Schwimmer entdeckt leblosen Frauenkörper - Kripo steht vor offenen Fragen

  • Florian Naumann
    vonFlorian Naumann
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In einem oberbayerischen Badesee ist eine Frau ums Leben gekommen. Ein Schwimmer hatte sie an Land gezogen, doch die Hilfe kam zu spät. Die Kripo sucht Zeugen.

Bad Endorf/Rosenheim - Eine Frau ist am Donnerstag (20. August) offenbar bei einem Bad im Langbürgner See im Landkreis Rosenheim ums Leben gekommen. Die Polizei steht angesichts des Todesfalls noch vor offenen Fragen - sie hofft auf Zeugenaussagen.

Badeunfall im Landkreis Rosenheim? Schwimmer findet leblose 72-Jährige - Reanimation erfolglos

Ein Schwimmer hatte die 72-jährige Frau leblos im Wasser entdeckt und selbst an Land gebracht, wie das Polizeipräsidium Oberbayern wenige Stunden nach dem tragischen Vorfall mitteilte. Seine Bemühungen und die eines Arztes blieben allerdings erfolglos - sofortige Reanimationsmaßnahmen scheiterten. Der Mediziner konnte nur noch den Tod feststellen.

Die Seniorin war den Angaben zufolge am Badeplatz Gattern an der Südspitze des Langbürgner Sees zum Schwimmen ins Wasser gegangen. Sie stammte aus „einer kleinen Gemeinde am Chiemsee", wie es hieß.

Langbürgner See: Kripo ermittelt zu Hintergründen des Todesfalls, Zeugen gesucht

Der Kriminaldauerdienst ermittelte am Nachmittag an der Unglücksstelle um die Hintergründe des Todesfalls und die genauen Todesumstände herauszufinden. Unklar ist unter anderem, wie lange die Frau im Wasser war und ob sie beim Schwimmen möglicherweise in Schwierigkeiten geraten war.

Die Kripo bittet nun um Auskunft von Augenzeugen. Melden soll sich, wer die circa 1,60 Meter große und mit einem dunklen bis blauen Badeanzug bekleidete Frau am Donnerstagnachmittag vor 14.30 Uhr am Badeplatz Gattern gesehen hat. Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 / 2000 entgegen.

Badeunfälle sind im Sommer in Oberbayern leider an der Tagesordnung. In München ging Mitte August ein Schwimmer im Riemer See unter - eine Suche blieb erfolglos. In Waldkraiburg trieb ein Kind gar leblos im Nichtschwimmerbecken eines Bades. In Neuching bei München griff die Gemeinde zu deutlichen Warnmaßnahmen - hier gibt es keine Wasserwacht mehr, wie Merkur.de* berichtete. (fn) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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