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Zwei sexuelle Angriffe auf Frauen trüben die Herbstfest-Stimmung in Rosenheim.

Ermittlungen laufen

Vergewaltigung nach Herbstfest in Rosenheim: Polizei verfolgt neue Spur - Ermittlungen auf „Hochtouren“

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Schockierende Tat in Rosenheim: Eine junge Frau wurde nach dem Besuch des Herbstfests vergewaltigt. Die Ermittlungen führt die Polizei ins Schausteller-Milieu.

Update um 13.59 Uhr: Wie bereits berichtet, wurde in den frühen Morgenstunden des 8. September 2019 eine 21-jährige Frau in Rosenheim von einem bislang unbekannten Täter überfallen und vergewaltigt. Die Kripo-Gruppe „Park“ ermittelt „nach wie vor auf Hochtouren“, schreibt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. 

Die Ermittlungen werden in alle Richtungen geführt, teilte die Polizei mit. Am Freitagvormittag überprüften Polizisten alle Betreiber und Angestellte des Rosenheimer Volksfests. Chefs und Mitarbeiter der Fahrgeschäfte, Imbissbuden und Schausteller mussten sich ausweisen. 

Zudem wurden die Personen zur Vergewaltigung der jungen Frau befragt. Alle Personen verhielten sich kooperativ und zeigten Verständnis für die Polizeiarbeit, so die Polizei. Ob es unter den Schaustellern mögliche Verdächtigte gibt oder Hinweise zur Tat gefunden wurden, konnten die Beamten „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht sagen. Die Ermittlungsgruppe „Park“ bittet die Bevölkerung nach wie vor um Hinweise.

Erneuter Vorfall in Rosenheim: Sexueller Übergriff auf dem Herbstfest

Update vom 13. September 2019: Wie nun bekannt wurde, kam es am vergangenen Wochenende zu einer weiteren Straftat mit sexuellem Hintergrund während des Herbstfestes. Wie die OVB-Heimatzeitungen erfuhren, umringten und begrabschten mehrere Männer eine junge Frau in der „Tatzlwurm-Almhütte“ auf dem Herbstfest-Gelände. Die Frau erstattete Anzeige wegen sexueller Belästigung. Es soll sich um Männer aus Südtirol gehandelt haben. Die Tat ereignete sich am Samstagabend.

In der Nacht auf Sonntag wurde eine junge Frau nach dem Herbstfest-Besuch in der Innenstadt vergewaltigt. Die Rosenheimer Wiesn läuft noch bis zum 15. September.

„Sicherer Heimweg Rosenheim“: Neue WhatsApp-Gruppe soll Frauen schützen nach Vergewaltigung

Update vom 10. September 2019, 15.05 Uhr: Nach der fürchterlichen Vergewaltigung in Rosenheim ist die Idee eines Rosenheimers brandaktuell: Christopher Preisinger will solche Situationen in Zukunft vermeiden, und hatte dazu bereits vor einigen Wochen eine gute Idee. 

Er hat eine Whats-App-Gruppe mit dem Namen "Sicherer Heimweg Rosenheim" gegründet. Mitglieder der Gruppe können eine Begleitung für den sicheren Weg nach Hause finden. 

Beispiel: „Hey Mädels, ich muss in einer halben Stunde vom Oscars zur Lorettowiese. Muss noch jemand in die Richtung?", fragt eine Nutzerin. Probt erhält sie eine Antwort: „Passt super! Sind zu zweit und würden um 02:15 Uhr los. Schreib dir gleich eine PN wegen dem Treffpunkt."

Ein Beispiel einer Unterhaltung in der Whatts-App-Gruppe „Sicherer Heimweg Rosenheim“.

Den genauen Treffpunkt können die Mitglieder dann in einem privaten Chat ausmachen.  

Initiator Preisinger hat sich zudem mit Bars und Clubs in Rosenheim in Verbindung gesetzt und Plakate aufgehängt, berichtete Rosenheim24.de. Darauf sei ein QR-Code und eine Handynummer abgebildet. So können interessierte Frauen in die Gruppe aufgenommen werden. Die Administratoren prüfen, ob es sich wirklich um eine Frau handelt.  

Es werden täglich mehr Nutzerinnen

„Die Idee ist mir vor einigen Wochen gekommen, da meine Freundin auch schon mal in solchen Situationen war. Das Ziel war, das Ganze bis zum Wiesn-Start auf den Weg zu bringen", sagte Preisinger dem Online-Portal. Aktuell befinde sich die Gruppe noch im Aufbau, aber es würden täglich mehr werden.

Wie funktioniert die Aufnahme in die Gruppe? Alle Infos gibt es auf der Facebook-Seite "Sicherer Heimweg Rosenheim".

„A sichere Gaudi“: Frauen- und Mädchennotruf mit neuer Aktion

Der Rosenheimer Frauen- und Mädchennotruf hat ein sogenanntes „Treffpunktbankerl“ ins Leben gerufen, berichtet OVB-Online (OVB-Online*). Die weiße Bank mit dem pinken Vereinslogo stehe zwischen Fahrgeschäften und Imbissbuden auf dem Rosenheimer Herbstfest. Über der Bank sei ein Hinweisschild: „... und sicher zum Bahnhof! Treffpunkt für Mädels, die den Weg gemeinsam gehen wollen“. 

„Wir wollen einfach vermeiden, dass Frauen alleine nach Hause gehen müssen“, sagte Gudrun Gallin, Leiterin des Frauen- und Mädchennotrufs, dem Online-Portal. 

Vergewaltigung in Rosenheim nach Herbstfest-Besuch: Das ist die Täterbeschreibung

Update um 17.45 Uhr: Nach der Vergewaltigung in Rosenheim am frühen Sonntagmorgen hat die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim die Ermittlungsgruppe „Park“ mit acht Mitarbeitern eingerichtet. Ein Unbekannter hatte eine 21-Jährige, die auf dem Heimweg von Rosenheimer Herbstfest war, überfallen und vergewaltigt. „Wir setzen alles daran, dieses Verbrechen schnellstmöglich aufzuklären. Die Einrichtung der Ermittlungsgruppe ist hierzu die Basis“, erklärt Polizeipräsident Robert Kopp. „Zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger haben wir die ohnehin schon hohe sichtbare Präsenz von Einsatzkräften in der Rosenheimer Innenstadt nochmals erhöht“, so Kopp weiter. 

Wie die Polizei weiter mitteilte, gibt es im Zuge der Ermittlung eine erweiterte Täterbeschreibung: 

  • ca. 25 - 30 Jahre alt. 
  • unter 170 cm groß. 
  • dünne Statur. 
  • braune Augen. 
  • südländische Erscheinung mit braunem Teint. 
  • mittellange (ohrläppchenlange), glatte und dunkle Haare, welche zur Tatzeit fettig oder nass waren. 
  • unrasiert (Dreitagebart oder Stoppelbart).
  • Bekleidung: Er trug helle Schuhe, eine Bluejeans, ein dunkles T-Shirt oder einen Pulli. Außerdem trug er eine hüftlange, auffällig knallig hellrote, dickere Jacke. Am Rücken hatte diese einen weißen Querbalken oder Querstreifen, welcher nicht über die gesamte Breite verlief.
  • Der Täter roch intensiv nach Urin und Nikotin.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Tat abgeben können, sich unter der Telefonnummer 08031/2000 bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Schockierende Tat: Frau (21) nach Herbstfestbesuch vergewaltigt - neue Zeugenhinweise

Update vom 9. September, 11.53 Uhr: Es gibt neue Informationen zu der Vergewaltigung in Rosenheim. Mittlerweile sind sechs Zeugenhinweise bei der Polizei eingegangen, teilte ein Beamter der Polizeiinspektion Rosenheim auf Nachfrage von Merkur.de mit. Die Hinweise seien aber wage. 

Das Opfer, eine 21-Jährige, komme nicht aus Rosenheim, sagte der Polizist. „Das Verbrechen aufzuklären, habe oberste Priorität“, sagte Polizei-Pressesprecher Martin Emig. Derzeit wisse die Polizei aber noch nichts.

Erstmeldung vom 08. September: Junge Frau auf Heimweg von Volksfest vergewaltigt

Rosenheim - Eine junge Frau wurde in den frühen Morgenstunden des Sonntags Opfer einer Vergewaltigung. Wie die Polizei Rosenheim nun mitteilt, wollte die 21-Jährige gegen 2:30 Uhr nach dem Besuch des Rosenheimer Volksfestes zu Fuß und alleine durch die Innenstadt nach Hause gehen. Als sie den Riedergarten durchquerte, wurde sie von einem bislang noch unbekannten Mann zunächst angegriffen und dann zu Boden gestoßen. 

Vergewaltigung in Rosenheim: 21-Jährige von unbekanntem Täter überfallen 

Der Unbekannte vergewaltigte sein Opfer noch an Ort und Stelle, dann ließ er die 21-Jährige zurück. Die unter Schock stehende Frau ging anschließend ziellos durch die Innenstadt und setzte sich am Max-Josefs-Platz auf eine Parkbank. Dort wurde ein Passant auf die 21-Jährige aufmerksam, er brachte sie umgehend zur Polizei. 

Vergewaltigung in Rosenheim: Täterbeschreibung der Polizei

Obwohl der Täter unerkannt entkommen konnte, war es der Frau möglich, den Täter sehr konkret zu beschreiben. Wie die Polizei nun mitteilt, handelt es sich bei dem Gesuchten um einen Mann zwischen 25 und 30 Jahre alt. Er sei zwischen 165cm und 170cm groß, habe eine südländische Erscheinung mit braunem Teint, mittellange, glatte und dunkle Haare und einen Dreitage- oder Stoppelbart. Dabei trug der Unbekannte helle Schuhe, eine blaue Jeans und ein dunkles Shirt. Besonders auffallend war eine dickere, auffallend „signalrote“ Jacke mit Reißverschluss vorne, die zur Tatzeit offen war. 

Polizei Rosenheim veröffentlicht Täterbeschreibung nach Vergewaltigung 

Die Kripo Rosenheim hat die Ermittlungen zur Aufklärung dieser schrecklichen Tat aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise, insbesondere zur Beantwortung folgender Fragen:

  • Wer hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen 2.30 Uhr und 5.30 Uhr in der Rosenheimer Innenstadt, insbesondere im Riedergarten und der Umgebung, verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
  •  Wer kann aufgrund der geschilderten Personenbeschreibung Hinweise zum Täter machen? 
  • Das Opfer war zur Tatzeit mit einem grünen, geblümten Dirndlkleid und schwarzer Jacke bekleidet. Die 21-Jährige hat laut Polizei blonde Haare. Wer hat das Opfer möglicherweise vor oder nach der Tat im Riedergarten oder auf dem Weg durch die Rosenheimer Innenstadt gesehen und kann Hinweise hierzu machen? 

Zeugen, welche Hinweise zu diesen Fragen bzw. allgemein zur Tat abgeben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08031/2000 bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Eine junge Frau aus dem Landkreis Ebersberg geht von einem Lokal in München nach Hause in Richtung S-Bahn. Am Isartor wird sie vergewaltigt. Jetzt geht die Polizei Hinweisen nach.

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