Ein Klappmesser
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16 jähriger Messerstecher. (Symbolbild).

Rosenheim

Messer-Attacke unter Jugendlichen - 16-Jähriger flüchtet nach beinahe tödlichem Angriff

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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Bei einer Messerstecherei auf offener Straße wurde am Samstag, 1. Mai, in Rosenheim ein junger Mann schwerverletzt. Dringend tatverdächtig ist ein 16-jähriger Jugendlicher.

Rosenheim - Am Abend des Samstag, 1. Mai, kam es in der oberbayerischen Kreisstadt Rosenheim zu einer gefährlichen Messerstecherei unter Heranwachsenden. Ein junger Mann (20) wurde dabei schwer verletzt.

Wie die Polizei berichtet, ging um etwa 22.10 Uhr am Abend des Feiertags ein Anruf bei der integrierten Leitstelle ein, der die Beamten über eine Person mit Stichverletzungen informierte. Umgehend machten sich eine Polizeistreife sowie die ebenfalls alarmierte Besatzung eines Rettungswagens zum angegebenen Ort des Geschehens auf. Dort trafen sie auf einen durch Stichwunden verletzten 20-Jährigen sowie seine 15-jährige Begleiterin.

Rosenheim: Messerstecherei unter Jugendlichen - 20-Jähriger schwer verletzt

Aufgrund der ersten polizeilichen Erkenntnisse übernahm umgehend die Kriminalpolizei den Fall, um im Rahmen eines versuchten Tötungsdelikts zu ermitteln. Nach Aussagen der beiden vor Ort angetroffenen Personen, waren diese kurz vor der Tat auf einen 16-jährigen Jugendlichen aus Rosenheim sowie seinen 18-jährigen Begleiter aus Nussdorf am Inn getroffen. Offenbar kannten sich die Jugendlichen untereinander.

Nach Messer-Attacke in Rosenheim: Täter (16) flüchtet - später wird er gestellt

Aus bislang ungeklärten Gründen sei es dann zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der der 20-Jährige schließlich schwere Schnittwunden im Oberkörperbereich davon trug. Die beiden 16 und 18 Jahre alten Jugendlichen konnten nach der Tat zunächst flüchten. Der 20-Jährige musste aufgrund der Schwere der Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Dem Bericht der Polizei ist zu entnehmen, dass die Stiche auch durchaus zum Tode hätten führen können; der 20-Jährige hatte demnach großes Glück im Unglück.

Noch im Laufe der Nacht wurden mehrerer uniformierte und zivile Streifen der Landes- und Bundespolizei sowie einer Spezialeinheit des Polizeipräsidiums München mit der Fahndung nach den beiden flüchtigen jugendlichen Tätern beauftragt. Der 18-jährige Nußdorfer konnte schließlich gegen 23:30 Uhr an seiner Wohnanschrift vorläufig festgenommen werden. Aufgrund des sich nicht erhärteten Verdachts einer Straftat, wurde der 18-Jährige mittlerweile wieder aus der Haft entlassen.

Rosenheim: 16-Jähriger nach Messerattacke in U-Haft - Hintergründe noch unklar

Der geflüchtete 16-Jährige, der Zeugenaussagen zufolge maßgeblich für die Schnittverletzungen verantwortlich war, blieb zunächst verschwunden. Erst am frühen Sonntagvormittag konnte er schließlich ausfindig gemacht werden und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er wurde am Montag, 3. Mai, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Traunstein einem Haftrichter vorgeführt und anschließend wegen des dringenden Tatverdachts eines versuchten Tötungsdelikts in Untersuchungshaft verbracht. Nun müssen die genauen Umstände der Tat geklärt werden.

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