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Die Korallen und Muscheln wurden zertrümmert.

Eine traurige Aufgabe

„Leider notwendig“: Hier vernichtet der Zoll eine Tonne seltener Souvenirs

In der zentralen Verwaltungstelle in Rosenheim landen beschlagnahmte Urlaubsmitbringsel. Weil das Lager zu voll wurde, standen die Zollbeamten vor einer unangenehmen Aufgabe. 

Rosenheim - Rosenheimer Zollbeamte haben eine Tonne illegal mitgebrachte Korallen, Muscheln und Schnecken vernichtet. Die Urlaubssouvenirs waren seit 1995 beschlagnahmt worden, teilte das Hauptzollamt am Montag mit. Das Lager sei mittlerweile aus den Nähten geplatzt. In der zentralen Verwertungsstelle in Rosenheim landen Mitbringsel, die am Flughafen München beschlagnahmt werden. Darunter waren riesige Fechterschnecken von mehreren Kilogramm Gewicht.

Die Kisten mit etwa 2500 Exemplaren wurden in eine Kiesgrube transportiert, wo der Inhalt mit einer Radladerschaufel in Trümmer geschlagen wurde und auf einen Haufen mit Bauschutt kam. Der Schutt werde bei Bedarf zerkleinert und für den Straßenunterbau verwendet.

Geschützte Tiere werden immer wieder mit nach Deutschland gebracht

„Laut Auskunft des Bundesamtes für Naturschutz ist die Vernichtung leider notwendig“, sagte eine Zollsprecherin. „Aufgrund der sehr großen Anzahl vorhandener Exemplare, die für Ausstellungs- und Schulungszwecken bereits verwendet werden, können diese Korallen und Fechterschnecken keiner sinnvollen Verwendung mehr zugeführt werden.“

Zu vernichten: 2500 Korallen und Muscheln 

Neben Korallen und Muscheln würden auch andere geschützte Tiere immer wieder mitgebracht, etwa eingelegte Schlangen, Elefantenfüße und Elfenbein. Dieses sei seit den 1970er Jahren geschützt. „Es ist traurig, es wird immer noch eingeführt“, sagte die Sprecherin.

In Rosenheim werden auch Plagiat-Textilien, -Schuhe und -Parfums sowie Alkohol und Zigaretten aufbewahrt. Allein aus dem vergangenen Jahr seien 13 Tonnen Waren zur Müllverbrennung gebracht worden.

Immer wieder haben Reisende kuriose Mitbringsel im Gepäck.Als Beamte in Düsseldorf einen Koffer kontrollierten, bekamen sie Gänsehaut.

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dpa

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