Rosenheimer Herbstfest: Schlägereien zum Auftakt

Rosenheim - Zum Auftakt des 150. Rosenheimer Herbstfestes musste die Polizei bei mehreren Schlägereien eingreifen. Auch ein Wiesnverbot wurde bereits verhängt und zwei 14-Jährige an ihre Eltern übergeben.

Ein 40 Jahre alter Mann aus Bad Aibling war in angetrunkenem Zustand mit einem 32-Jährigen Ayinger aneinander geraten und hatte ein Glas nach dem Jüngeren geworfen. Ein Spezl des 32-Jährigen mischte sich daraufhin ein und schlug auf den Bad Aiblinger ein. Danach kühlten sich die Gemüter laut Polizei aber schnell wieder ab und keiner der Beteiligten hatte Interesse an einer Anzeige.

Gegen 1.45 Uhr schlug ein Mann nach dem Besuch des Herbstfestes in der Fußgängerzone auf seine Verlobte ein. Ein 22 Jahre alter Augenzeuge ging dazwischen. Er fing sich dabei aber sofort einen Faustschlag des aggressiven Mannes ein. Letzterer ergriff die Flucht, als zwei Sicherheitsleute dazustießen. Die 26 Jahre alte Verlobte wollte keine Angaben zu den Personalien ihres Freundes machen. Sie wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Das erste Wiesnverbot wurde gegen einen Rosenheimer (18) verhängt. Gegen 21.40 Uhr pöbelte er vor einem Fahrgeschäft zusammen mit zwei Burschen eine Vierergruppe aus Raubling an. Einem 15-Jährigen verpasste er dabei zwei „Kopfnüsse“ und einem 14-jährigen schlug er mit der Faust gegen den Kopf. Der 18-Jährige ist der Polizei bereits bekannt. Er wurde angezeigt und darf das Festgelände für die nächsten zwei Wochen nicht mehr betreten.

Auch für einen 17-Jährigen aus Rosenheim endete das Herbstfest bereits am ersten Tag. Er hatte im Bierzelt Gäste mit Bierdeckeln beworfen. Als Beamte ihn daraufhin mit zur Wache nahmen, um seine Personalien festzustellen, beleidigte er drei von ihnen und drohte sogar Schläge an. Er erhielt deshalb ebenfalls ein Wiesnverbot.

Bei Jugendschutzkontrollen wurden Polizisten gegen Mitternacht auf zwei 14 Jahre alte Mädchen aufmerksam, die noch munter im Festzelt feierten. Die Eltern waren bereits nach Hause gefahren. Die Beamten nahmen sich ihrer an und lieferten sie wohlbehalten daheim ab.

Ein Bub, ebenfalls 14 Jahre alt, erregte Aufsehen, weil er bereits um kurz vor halb zehn 1,2 Promille im Blut hatte. Er musste von seinem Vater auf der Wache abgeholt werden.

mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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