Auf Rosenheimer Herbstfest

Wiesn-Besucherin begrapscht - Security krankenhausreif getreten

Einiges zu tun hatten die Einsatzkräfte wieder auf dem Rosenheimer Herbstfest. Besonders schlimm: ein Grapsch-Übergriff und eine Prügel-Attacke.

Rosenheim - Bevor am 16. September das Münchner Oktoberfest losgeht, wird schon in Rosenheim gefeiert. Das dortige Herbstfest wird ebenfalls Wiesn genannt. 

Nach den eher ruhigen ersten Tagen gab‘s für die Einsatzkräfte nun mehr zu tun. Oder wie es im Pressebericht der Polizei heißt: „Zufrieden mit dem Verlauf der bisherigen Festwoche zeigte sich die Rosenheimer Polizei und startete in das üblicherweise einsatzreichste mittlere Wochenende. Trotz guter und gelöster Stimmung häufte sich in den Abendstunden das Einsatzaufkommen, da brachte auch der Regen keine Abkühlung.“

Sicherheitsdienst nach Körperverletzung im Krankenhaus

Zu einem massiven Körperverletzungsdelikt kam es laut Polizei am Samstagabend gegen 20:40 Uhr. Zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurden derart attackiert, dass ein Sicherheitsmann zur Behandlung ins Klinikum Rosenheim verbracht wurde. Der 32-jährige Täter aus Österreich kam nach weiteren Widerstandshandlungen in Sicherheitsgewahrsam.

Auslöser für die Auseinandersetzung war, dass dem 32-jährigen Österreicher wegen Überfüllung der Zutritt zu einem Getränkeausschank verwehrt wurde. Der Mann zeigte sich gegenüber dem Sicherheitsdienst derart aggressiv, dass er plötzlich einem Mitarbeiter ins Gesicht schlug und einem weiteren brutal in den Bauch trat. Bei Eintreffen der Wiesn-Wache wehrte sich der Täter weiter und leistete erheblichen Widerstand. Er wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen in Sicherheitsgewahrsam genommen. Aufgrund des Bauchtrittes musste sich der verletzte Security-Mann zur Behandlung ins Klinikum Rosenheim begeben.

Weitere Einsätze: Mädchen begrapscht

Mit jeder Mass mehr vergaß offensichtlich ein 40-Jähriger seinen Anstand und begrapschte an einer Getränkeausgabe ein junges Mädchen. Angesprochen auf seine Manieren, wurde der Mann gegenüber dem Sicherheitsdienst und der Wiesn-Wache aggressiv und beleidigte die Einsatzkräfte. Der Abend endete schließlich mit einem Polizeigewahrsam sowie einem Wiesn-Verbot.

Acht auf einen Streich gibt es zum Glück selten, aber so viele Wiesn-Verbote erteilte die Wiesn-Wache bei einer Schlägerei in einem Biergarten. Die jungen Männer im Alter von 18 bis 34 Jahren gerieten nach einer hitzigen Diskussion aneinander und müssen sich nun wegen wechselseitiger Körperverletzung verantworten. Zwei Personen wurden mit leichten Verletzungen medizinisch versorgt.

Bei Einhaltung des Jugendschutzes fallen die Augen der Ordnungshüter nicht nur auf die Jungspunde selbst. So fiel den Beamten ein 26-Jähriger Mann auf, der Zigaretten an Minderjährige verschenkte. Nach erfolgter Belehrung löste sich der Vorfall zumindest bei den Teenies nicht in Rauch auf.

Bereits am frühen Samstagabend waren die Haftzellen der Polizeiinspektion Rosenheim ausgebucht. Vermutlich wegen des Dauerregens herrschte in den Zelten sowie später in der Innenstadt dichtes Gedränge, und ein Polizeieinsatz folgte dem nächsten. Zahlreiche Streithansl konnten ihre Unstimmigkeiten nicht ohne körperliche Auseinandersetzungen klären, und es flogen die Fäuste. Konsequent griffen die Rosenheimer Schandis durch und sprachen weitere Wiesnverbote aus.

Null Toleranz zeigt die Polizei bei politisch motivierten Straftaten. Nachdem zwei Männer im Alter von 48 und 18 Jahren vom Sicherheitsdienst des Zeltes verwiesen wurden, zeigten sie den Hitlergruß und schrien lautstarke Parolen. Gegen beide wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

mm/tz

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Rubriklistenbild: © dpa

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