Offenbar verhungert: 150 verendete Rinder in Mastbetrieb aufgefunden
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Auf einem Hof nahe Rothenburg ob der Tauber sind rund 150 Rinder verendet.

Verstoß gegen den Tierschutz

Mangelnde Kontrollen in Bayern? Polizei entdeckt 150 tote Rinder - Weitere müssen sterben

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Polizisten entdeckten nach einem anonymen Hinweis circa 150 tote Rinder auf einem Hof bei Rothenburg ob der Tauber. Gegen den Landwirt wird nun ermittelt.

Update vom 26. Mai, 13.46 Uhr: Nachdem am Pfingstwochenende auf einem Hof im mittelfränkischen Rothenburg ob der Tauber etwa 150 verendete Rinder gefunden wurden (siehe Erstmeldung), sind nun auch die übrigen 50 Tiere gestorben. Der Polizeisprecher Michael Petzold dazu: „Davon war einige in so einem schlechten Zustand, dass sie eingeschläfert wurden. Man musste sie schnell von ihrem Leid erlösen“. Die restlichen Rinder seien notgeschlachtet worden, so der Sprecher.

Des Weiteren haben sich keine Hinweise ergeben, dass im Stall ein technischer Defekt zur Mangelversorgung der Tiere mit Wasser und Nahrung geführt habe, so Petzold. „Das stützt den Verdacht, dass er (der Landwirt) die Tiere über einen längeren Zeitraum nicht versorgt hat.“ Die Gründe dafür seien nach wie vor unklar. Die Ermittlungen dauern weiter an.

SPD fordert nach dem Tod der 150 Rinder strengere Kontrollen

Update vom 25. Mai, 16.37 Uhr: Etwa 150 Rinder sind qualvoll im Stall eines Mastbetriebs bei Rothenburg ob der Tauber verendet. Die Polizei verdächtigt den Landwirt, sich nicht ordentlich um die Tiere gekümmert zu haben (siehe Erstmeldung). „Wir gehen davon aus, dass die Tiere über einen längeren Zeitraum nicht versorgt wurden“, sagte Michael Petzold vom Polizeipräsidium Mittelfranken in Nürnberg am Dienstag. „Fakt ist, dass die Tiere extrem vernachlässigt waren.“

Die Polizei ermittelt gegen den Landwirt. Die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag fordert angesichts dieses neuen Falls bessere und gezieltere Kontrollen, um solche Missstände bei der Tierhaltung zu verhindern. „Das beweist, dass die Staatsregierung noch immer nicht gut genug kontrolliert, obwohl mittlerweile jährlich ein Skandal dieses Ausmaßes auftritt“, teilte die agrarpolitische Sprecherin Ruth Müller mit.

150 tote Rinder auf Hof in Bayern entdeckt - „Es braucht jetzt umfassende Aufklärung“

Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) sagte, Verstöße gegen den Tierschutz seien nicht hinnehmbar und müssten Konsequenzen haben. „Es braucht jetzt umfassende Aufklärung durch die Ermittlungsbehörden.“ Das Ministerium hat nach Angaben eines Sprechers einen Bericht von den Behörden vor Ort angefordert, die für die Kontrollen, aber auch die Sanktionen zuständig seien.

In diesem Fall sind das das Landratsamt und das Veterinäramt in Ansbach. Der betroffene Betrieb sei 2017 und 2018 zum letzten Mal kontrolliert worden. Das sagte die Sprecherin des Landratsamtes, Josephine Georgi. Tierschutzverstöße seien nicht festgestellt worden, der Stall sei in gutem Zustand gewesen, Futter ausreichend vorhanden. Es gebe keine gesetzliche Vorgaben, in welchen Abständen Vieh-Betriebe kontrolliert werden müssten, erläuterte die Sprecherin. Diese werden anlass- und risikobezogen durchgeführt. Einen festen Turnus - zum Beispiel jährlich - könnte das Veterinäramt nicht leisten.

Erst im vergangenen Jahr hatten Videoaufnahmen von misshandelten Kühen viele Menschen in Bayern erschüttert. Die Aufnahmen lösten den sogenannten Allgäuer Tierschutz-Skandal aus. Zu sehen war dort unter anderem, wie Kühe getreten und geschlagen oder mit einem Traktor durch einen Stall geschleift werden.

Nach anonymem Hinweis: Beamte entdecken 150 tote Rinder auf Hof in Bayern

Update vom 25. Mai, 12.37 Uhr: Am Pfingstsonntag entdeckten Beamte nach einem anonymen Hinweis rund 150 verendete Rinder auf eine Hof bei Rothenburg ob der Tauber. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner reagierte entsetzt auf den Tod der Tiere. „Ich bin fassungslos, dass so etwas passieren kann“, teilte sie mit (siehe Erstmeldung).

Michael Petzold vom Polizeipräsidium Mittelfranken sagte am Dienstag: „Wir gehen davon aus, dass die Tiere über einen längeren Zeitraum nicht versorgt wurden (...). Fakt ist, dass die Tiere extrem vernachlässigt waren.“ Die Hintergründe sind noch unklar. Gegen den Landwirt wird nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

150 tote Rinder auf Hof bei Rothenburg (Bayern): Erschreckender Anblick für die Polizisten

Die Polizei hatte Sonntag einen anonymen Hinweis bekommen und den Hof kontrolliert. Im Stall bot sich den Beatmen ein erschreckender Anblick: Zwischen den vielen toten Rindern befanden sich auch noch rund 50 lebende Rinder. Man versuche nun, diese wieder aufzupäppeln, sagte Petzold weiter. Die Tiere seien aber in einem desolaten Zustand. Es sei deshalb nicht ausgeschlossen, dass weitere sterben.

Wieso das Elend der Rinder erst jetzt bekannt wurde, war zunächst unklar. Der Mastbetrieb liegt in einer dünn besiedelten Region, die stark ländlich geprägt ist. Wieso und wie lange die Rinder schon vernachlässigt worden, wollen die Ermittler jetzt klären. Dabei arbeiten sie auch mit der Staatsanwaltschaft, dem zuständigen Landratsamt in Ansbach und dem Veterinäramt zusammen. Nach Angaben des Landratsamtes waren am Dienstag noch Mitarbeiter vom Veterinäramt auf dem Hof.

Nach anonymem Hinweis: Beamte entdecken 150 tote Rinder auf Hof in Bayern - „Ich bin fassungslos“

Erstmeldung vom 25. Mai, 11.56 Uhr: Rothenburg ob der Tauber - Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat entsetzt auf den Tod von rund 150 Rindern in einem Mastbetrieb in Mittelfranken reagiert. „Ich bin fassungslos, dass so etwas passieren kann“, teilte sie am Dienstag mit. „Der Vorgang muss umfassend aufgeklärt und hier ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen werden.“

150 tote Rinder auf Hof nahe Rothenburg (Bayern): Polizei ermittelt gegen Landwirt

Die Polizei* ermittelt gegen einen Landwirt im Umland von Rothenburg ob der Tauber wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Beamte hatten die toten Rinder nach einem anonymen Hinweis am Sonntag auf dem Hof entdeckt.

Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass der Mann die Rinder über einen längeren Zeitraum nicht versorgt hat. 50 Tiere von dem Hof leben noch und sollen nun aufgepäppelt werden. (kam)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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