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Einsatz im Morgengrauen: Das Spezialeinsatzkommando rückt vor.

Großeinsatz in Rott am Inn

Mann greift zu Axt und droht - das sagen die Anwohner

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In Rott am Inn ist es erneut zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Mann greift mitten in der Nacht zur Axt und droht den Anwohnern. Diese scheinen zu verzweifeln.

Rott am Inn - „Es kommt mir vor, als würden hier alle langsam verrückt.“ Das sagte am Sonntag ein Nachbar aus der Haager Straße in Rott am Inn, der Gemeinde, in der Franz Josef Strauß in einer Gruft seine letzte Ruhe fand. Ende Februar hatte in rund 50 Meter Luftlinie von der Haager Straße ein 25-Jähriger in einem Mehrfamiliengebäude mitten in der Nacht zwei Menschen erstochen, der aus Wasserburg am Inn stammende Täter beging später in der JVA Straubing Selbstmord.

In der Nacht auf Sonntag kam es erneut in der Gemeinde im Kreis Rosenheim zum Großeinsatz - diesmal wütete ein 47-jähriger Mann in der Nachbarschaft mit einer Axt und stieß Drohungen aus. „Wir kamen uns vor wie in einem Horrorfilm“, berichtet ein weiterer Anwohner der tz

Notruf in der Nacht auf Sonntag

Es fing gegen 3 Uhr mitten in der Nacht an. Bei der Polizei ging ein Notruf ein, ein Bewohner des Mehrfamilienhauses würde mit einer Axt durchs Gebäude marschieren und Türen damit einschlagen. Eine Anwohnerin berichtete dem Portal rosenheim24 sogar davon, dass er dabei gedroht habe, Menschen zu verletzten oder gar umzubringen.

Inwieweit der mutmaßliche Täter, Richard W., in die Wohnungen von Nachbarn tatsächlich eingedrungen war, blieb am Sonntag unklar. Die Polizei sprach von Drohungen gegenüber Hausbewohnern und Beschädigungen an den Türen.

Festnahme in der Wohnung

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte an, unter den Beamten auch das Spezialeinsatzkommando. Bewohner wurden aus dem Gebäude evakuiert, das Haus umstellt. Gegen 5.30 Uhr konnte der Axtmann in seiner Wohnung festgenommen werden, er kam in eine psychiatrische Klinik. Die zuständige Polizeiinspektion Wasserburg am Inn spricht von einer psychischen Ausnahmesituation, in der er sich befunden habe. Richard W. wird als Einzelgänger beschrieben, der auch alleine lebte. Ihn erwarten nun gleich mehrere Anzeigen, u.a. wegen Bedrohung und Sachbeschädigung.

Die Menschen in Rott können es jedenfalls kaum glauben, dass schon wieder so etwas in ihrer 3700-Einwohner-Gemeinde passiert. Einer fragt: „Drehen hier jetzt alle durch?“

Alle aktuellen Entwicklungen zu diesem Fall erfahren Sie bei wasserburg24.de*.

mc

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