+
Polizeibeamte durchkämmten mit Spürhunden das Haus in Rott am Inn, in dem der 25-Jährige zwei Menschen erstach. Mittlerweile ist die Untersuchung des Tatorts abgeschlossen.

Fahndung lief seit 4. Februar

Rott am Inn: Mutmaßlicher Mörder war aus Psychiatrie geflüchtet

  • schließen

Rott am Inn - Ein 25-Jähriger soll zwei Senioren mit einem Messer erstochen haben. Dabei hätte der mutmaßliche Doppelmörder von Rott am Inn gar nicht auf freiem Fuß sein dürfen.

Nachdem er eine Frau (66) und einen Mann (73) erstochen hatte, flüchtete ein 25-Jähriger am späten Abend des vergangenen Montags durch Rott am Inn (Landkreis Rosenheim). Bis ihn die Polizei mit einem Großaufgebot samt Hubschrauber gegen 1.30 Uhr stellen konnte.

Es war nicht die erste Flucht des mutmaßlichen Doppelmörders: Der Türke war wegen schwerer räuberischer Erpressung aus dem Jahr 2010 in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden. Von einem unbegleiteten Hofgang kehrte er nicht mehr in die Klinik zurück. Deshalb wurde nach dem Mann gefahndet - seit dem 4. Februar, wie die Staatsanwaltschaft Traunstein in einer Pressemitteilung schreibt. Nach deren Angaben befindet er sich mittlerweile in einer „besonders gesicherten Einrichtung.“

Der junge Mann gilt als dringend tatverdächtig. Die Polizei nahm ihn fest, weil er am Montagabend gegen 22.10 Uhr die beiden Senioren mit einem Messer getötet haben soll. Die Rechtsmedizin München obduzierte am Dienstag die Leichen der 66-jährigen Frau und des 73-jährigen Mannes, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet. Sie starben durch mehrere Stiche. 

Bekannte des Mörders bespuckt Polizisten und wird eingewiesen 

Die Untersuchung des Tatorts, einem Mehrfamilien- und Geschäftshaus am Marktplatz in Rott am Inn, ist mittlerweile abgeschlossen. Bislang seien keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden, schreibt die Polizei, die an diesem Mittwoch weitere Vernehmungen und Spurenabgleiche durchführt. Außerdem wollen die Ermittler der Kripo Rosenheim herausfinden, ob bei der Tat Drogen oder Alkohol im Spiel waren.

Auch die 20-jährige Frau, bei der der mutmaßliche Mörder wohl zu Besuch war, beschäftigt die Polizei weiter. Sie war nach ihrer Vernehmung am Dienstag wieder entlassen worden. Am gleichen Abend beleidigte sie laut Polizei am Rosenheimer Bahnhof Bahn-Mitarbeiter und Reisende. Als eine Streife der Bundespolizei eingriff, bespuckte sie die beiden Beamten und verletzte sie leicht. Angekommen auf der Dienststelle, machte die junge Frau fleißig weiter. Die Folge: Sie wurde in ein psychiatrisches Bezirkskrankenhaus eingewiesen. 

Wegen Lärmbelästigung - ein großes Streitthema im Tat-Haus von Rott am Inn - war ihr die Wohnung gekündigt worden. Sie sollte am Dienstag ausziehen. 

Reporter von Merkur.de und tz.de besuchten Rott am Inn am Tag nach der Tat. Ihre Reportagen lesen Sie hier

gma

Meistgelesene Artikel

Tod in den Alpen: Wanderer bricht zusammen - Retter ringen vergeblich um sein Leben
Beim Aufstieg zu einer DAV-Hütte ist ein erst 44 Jahre alter Mann zusammengebrochen - mehrere Helfer rangen vergeblich um sein Leben.
Tod in den Alpen: Wanderer bricht zusammen - Retter ringen vergeblich um sein Leben
Unglück beim Open Beatz Festival: Mann (31) fällt aus Riesenrad - jetzt ist er gestorben
Tragisches Unglück beim Open Beatz Festival in Herzogenaurach. Eine Person stürzte aus einem Riesenrad. Der Mann ist mittlerweile gestorben.
Unglück beim Open Beatz Festival: Mann (31) fällt aus Riesenrad - jetzt ist er gestorben
Heftige Hitzewelle hält Bayern in Atem - 40-Grad-Marke könnte an einem Tag geknackt werden
Es wird wieder heiß in Bayern: Mit dem Beginn der Woche ziehen warme Winde aus Nordafrika über Europa, die in Verbindung mit einem Hochdruckgebiet für eine Hitzewelle …
Heftige Hitzewelle hält Bayern in Atem - 40-Grad-Marke könnte an einem Tag geknackt werden
Straftäter droht mit Messer und flüchtet - Polizei fahndet mit diesen Fotos
Die Polizei Nürnberg sucht mit diesen Fotos nach einem geflüchteten Straftäter. Vorsicht, der 54-Jähriger ist mit einem Messer bewaffnet. 
Straftäter droht mit Messer und flüchtet - Polizei fahndet mit diesen Fotos

Kommentare